„Interfeminas“

Filmprojekt in Hann. Münden soll interkulturellen Austausch fördern

Eson Krusha, Hannah Mai (Landkreis Göttingen), Antje Scholz (Bürgertreff), Samia Mohamed und Ines Albrecht-Engel (Bürgertreff) stehen vor dem Bürgertreff in der Ziegelstraße in Hann. Münden in der Altstadt. Sie tragen Mund-Nasen-Schutz und halten Abstand.
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Film als Integrationsprojekt: Eson Krusha, Hannah Mai (Landkreis Göttingen), Antje Scholz (Bürgertreff), Samia Mohamed und Ines Albrecht-Engel (Bürgertreff) freuen sich auf viele Teilnehmer für das Projekt Interfeminas.

Hann. Münden als Filmstadt. Ein Projekt des Bürgertreffs will das verwirklichen. Mit „Interfeminas“ soll ein integratives Film- und Fotoprojekt werden. Frauen können sich einbringen.

Ein Film, der in Hann. Münden spielt und das Leben von Frauen, mit und ohne Migrationshintergrund, darstellt, das ist das Ziel des Projekts Interfeminas. Es wird vom Bürgertreff in Münden auf die Beine gestellt. „Der Name verkörpert alles, was wir sein wollen. interkulturell und intergenerationell und interaktiv“, sagt Antje Scholz, hauptamtliche Kraft im Bürgertreff.

Frauen aus Hann. Münden sollen die Hauptrolle übernehmen

Dabei sollen die Frauen aus dem Quartier die Hauptrolle übernehmen, so Scholz. Nicht nur vor der Kamera können sie ihre Kreativität ausleben, auch hinter der Kamera. Requisiten, Kostüme, Make-Up und Ideen für den Dreh, all das werde benötigt, sagen die Initiatoren. In der Wahl des Genres seien die Frauen völlig frei, so Eson Krusha, der das Projekt mit seiner technischen Expertise unterstützt. „Doku, Imagefilm, Komödie, alles ist möglich“, sagt der Mann, der sich seit Jahren mit Fotografie und Video beschäftigt.

Zusätzlich zu dem fertigen Film werde der Dreh fotografisch begleitet. Diese Fotos sollen zu einer Ausstellung zusammengestellt werden. „Wegen eines Ausstellungsortes sind wir mit der Stadt Münden und dem Landkreis Göttingen im Gespräch.“

Filmprojekt in Hann. Münden soll Kontakt zwischen den Frauen fördern

Zudem soll es einen Kalender geben. Wichtig ist den Verantwortlichen, zu verdeutlichen, dass es sich um ein multikulturelles Projekt handelt. Frauen, egal welcher Nationalität, sollen sich so kennenlernen und in Kontakt kommen. „Viele unserer migrantischen Besucherinnen wünschen sich mehr Kontakt zu deutschen Frauen“, berichtet Ines Albrecht-Engel, Vorsitzende des Vereins Bürgertreff. Als Multiplikatorin arbeitet Samia Mohamed bei Interfeminas mit. Sie kennt im Quartier viele Frauen und spricht mehrere Sprachen.

Eigentlich sollte das Projekt schon laufen, berichtet Scholz, doch Corona habe dem ganzen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Interfeminas soll Ende Februar 2021 abgeschlossen sein.

Film- und Fotoprojekt in Hann. Münden: Erstes Treffen geplant

Gefördert wird das Film-und-Fotografie-Projekt vom Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie und co-finanziert vom Integrationsbüro des Landkreises Göttingen. Der Bürgertreff habe sich auf die Förderungen beim Landesamt beworben, damit habe man „offene Türen eingerannt“, sagt Scholz. Insgesamt werde das Projekt mit 14 000 Euro gefördert.

Ein erstes Kennenlerntreffen soll im Interkulturellen Garten auf dem Tanzwerder stattfinden. Gerne können Ideen und Konzepte bereits mitgebracht werden, sagen die Verantwortlichen.

Geplant sei, so Krusha, dass ein bis zwei Treffen in der Woche gebe, die Zeiten werden mit den Teilnehmerinnen abgestimmt. „Grundsätzlich sind wir für Wochenendtermine offen“, sagt Scholz.

Kennelerntreffen

Interkultureller Garten, Tanzwerder, Donnerstag, 2. Juli, 15 Uhr.

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