Usprungsidee aufgegangen

Die Mündener Altstadt wird zur Galerie: Denkmal-Kunst-Festival bezieht öffentlichen Raum ein

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Denkmal-Kunst-Kunst-Denkmal-Festival 2017: Verena Friedrich stellte im Turm der Blasiuskirche in Hann. Münden aus. Sie gehört zu den Künstlern, die gerne wieder in die Drei-Flüsse-Stadt kommen möchten.

Hann. Münden – Die Ausstellungsräume sind knapper geworden – nicht zuletzt, weil die Ursprungsidee des Denkmal-Kunst-Kunst-Denkmal-Festivals (DKKD) aufgegangen ist: 

Mit Kunst und Kultur aufmerksam machen auf leer stehende, aber eigentlich wunderschöne alte Häuser, um sie mit Leben zu füllen.

Nun geht das Festival verstärkt nach draußen, skizziert es Hermann Staub, 2. Vorsitzender des Trägervereins. Das werde  für die Stadt und das Festival zugleich eine attraktive Werbung. Kunst auf Bannern, Grafitti, Installationen – die Kunst wird sichtbar im öffentlichen Raum. 45 Ehrenamtliche bereiten derzeit unermüdlich das große Festival vor, das inhaltlich und in seiner Ausstrahlung weit über die Stadt hinausreicht. Das Festival steigt vom 28. September bis zum 6. Oktober in Hann. Münden In den nächsten Tagen wird auf derWebseite des Trägervereins das Bewerbungsverfahren für die Künstlerinnen und Künstler starten, so Lore Puntigam, die für diesen Bereich verantwortlich zeichnet.

Das GlasBlasSing Quintett hat schon Erfahrung mit dem DKKD.

 „Wir erwarten eine große Zahl von Bewerbungen, da schon jetzt über 70 Interessensbekundungen eingegangen sind.“ Dahinter stünden etwa zur Hälfte Kunstschaffende aus der Region sowie nationale und internationale Künstler. 40 Ausstellungen in Gebäuden sind geplant, 20 im Außenbereich, sagt Hermann Staub, zweiter Vorsitzender des Trägervereins. Insgesamt rund 100 Künstler sollen dabei zum Zuge kommen. Und auch Bands, Theaterleute und andere können sich in Kürze über die Webseite noch melden, wenn sie beim Festival auftreten wollen. Rund 50 Abendveranstaltungen sind angepeilt mit Musik, Theater, Kabarett, Lesungen. Für ein gutes Drittel davon habe man bereits Bands angeschrieben, berichtet Cornelia Jordan, darunter alte Bekannte und Neues.

Die ersten Verträge sind geschlossen. Feste Zusagen gibt es beispielsweise von Uwaga, Sister Gold und Panama Red. Damit das kulturelle Großereignis klappt, werden noch weitere Freiwillige gesucht.

Helfer

 In Arbeitsgruppen kümmern sich die Ehrenamtlichen um Finanzen und Werbung, um bildende und darstellende Künstler, um Jugend, Technik und Helfer. In allen Arbeitsgruppen sind weitere Helfer willkommen.

Fürs Festival selbst werden noch Freiwillige gesucht, die in den Ausstellungen Aufsicht führen oder beim Kartenverkauf helfen. Rund drei Mal so viele Helfer wie derzeit werde man dafür benötigen, schätzt Staub.

Workshops

Angeboten werden diesmal auch verschiedene Workshops – für Kinder, Erwachsene, Laien und Profis. Je nach Workshop sind diese frei zugänglich (mit Festival-Eintrittskarte) oder müssen separat gebucht und bezahlt werden. Auch hier gilt: Wer noch Workshops anbieten möchte, kann sich melden. Der Trägerverein möchte die Ortsteile mit einbeziehen und zum Beispiel Kitas und Grundschulen aus den Ortschaften zu Workshops für Kinder einladen.

Finanzen

Das DKKD wird aus dem Verkauf der Eintrittskarten, aus Fördergeld und Spenden finanziert. Bisher wurden gut 250 Dauerkarten verkauft.

Premiumpartner ist wieder die VR Bank in Südniedersachsen, die das DKKD in gewohnter Manier unterstützt und die auch die Stiftung der Niedersächsischen Volksbanken und Raiffeisenbanken mit ins Boot geholt hat.

Der Landschaftsverband Südniedersachsen werde das DKKD unterstützen, und von den hiesigen Ansprechpartnern des EU-Förderprogramms Leader seien äußerst positive Signale gekommen, eine Entscheidung steht aber noch aus. Um Spender wirbt der Verein auch in Hann. Münden direkt, sowohl bei Unternehmen als auch bei Privatleuten.

Orte

Welche privaten Gebäude am Ende für die Ausstellungen zur Verfügung stehen werden, das wisse man ganz sicher erst kurz vor dem Festival, so Hermann Staub, denn bis dahin könne es noch Besitzerwechsel geben oder Baugenehmigungen eingehen, sodass Häuser dann nicht für die Kunst zur Verfügung stehen. Bereit stünden aber sicher das Narwal-Haus, das Eisen-Meurer-Ensemble, die Burgstraße 4, Bürgerkeller und Hinterhaus Kirchplatz 11, die Aegidienkirche, das „Konzepthaus“in der Lohstraße und das Gästehaus Tanzwerder. Gerne nimmt der Verein noch Meldungen von Hausbesitzern entgegen.

Für die Abendveranstaltungen könne das DKKD den Rittersaal nutzen, die Aegidienkirche und die Aula der Hauptschule, nennt Staub Beispiele. Eine Kooperation mit dem Geschwister-Scholl-Haus/Mehrgenerationenhaus gibt es sowieso. Ein Workshop ist bereits für den Bürgertreff vorgesehen.

Unterkünfte

Wo viele Kunstschaffende zu Besuch kommen, benötigt man auch Übernachtungsmöglichkeiten. Um auch hier die Kosten so gering wie möglich zu halten, sucht der Trägerverein nach privaten Zimmern, Ferienwohnungen und Hotelzimmern, die dafür unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Wie lang, wie groß, wie umfangreich entscheidet jeder Unterkunftsspender selbst. Wer auf diese Weise die ehrenamtlichen Festivalmacher unterstützen möchte, kann sich per E-Mail an orgateam@denkmalkunst-kunstdenkmal.de melden.

Kunst

Eine fünfköpfige Jury und die Arbeitsgruppe Bildende Kunst wählen aus, welche Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten beim DKKD 2019 zeigen werden, berichtet Lore Puntigam. Das Mündener KunstNetz werde voraussichtlich wieder stark vertreten sein. Die Kunstvereine aus Duderstadt, Osterode und Einbeck möchten dabei zu sein und das Dransfelder Kunstwerk. Weitere Bewerbungen werden aus dem ländlichen Umland von Göttingen und aus dem Werra-Meißner-Kreis erwartet.

Drinnen und draußen soll vielfältige Installationskunst gezeigt werden, passend zum Fachwerkambiente bekomme die Holzbildhauerei 2019 einen Schwerpunkt.

Es wird voraussichtlich ein Wiedersehen geben mit Dean Hills und einigen Künstlerinnen, die bei den allerersten Auflagen von Denkmalkunst dabei waren, mit Angelika Littwin-Pieper, Anna Käse und Uta von Schenk, der Mitbegründerin von Denkmalkunst. Verena Friedrich, deren Installation 2017 hoch oben in der Türmerwohnung von St. Blasius vom Leben der Türmerfamilie erzählte, wolle wieder kommen, der Holzbildhauer Stefan Link, der in der Schachtruppvilla in Osterode ausgestellt hat, und andere mehr.

Musik

Was die verschiedenen Musikgenres angeht, soll das Veranstaltungsangebot breit aufgestellt werden, berichtet Cornelia Jordan.

Sister Gold, deren Konzert im Rittersaal zum Jahresende schnell ausverkauft war, sind mit von der Partie, es gibt ein Wiedersehen mit Uwanga. Einige neue Bands aus dem Bereich Jazz seien angefragt worden, aber auch „Dark Vatter un sinne Combo“ – die macht Rockabilly auf Nordhessisch. Andi Valandi, der mit seiner Band auf Deutsch bluest, hat auch schon zugesagt. Verhandelt wird mit dem GlasBlasSing Quintett, das schon Erfahrung mit dem DKKD hat. Französische Chansons sollen noch hinzu kommen, Folk, Klezmer und Weltmusik. 

Kontakt und Bankverbindung: Für Künstler und Bands werden auf der Webseite www.denkmalkunst-kunstdenkmal.de in Kürze direkte Verbindungen eingerichtet, bis dahin kann man Kontakt zum Trägerverein des DKKD aufnehmen über Hermann Staub, staub@denkmalkunst- kunstdenkmal.de. Konto bei der VR-Bank in Südniedersachsen des Vereins „Freundeskreis des Festivals DenkmalKunst!-KunstDenkmal!“: IBAN DE 89 2606 2433 0002 1845 59

Kartenvorverkauf für das Denkmal-Kunst-Kunst-Denkmal-Festival gibt es an folgenden Vorverkaufsstellen: 

  • Buchhandlung Hella Winnemuth, Hann. Münden, Rosenstraße/Ecke Burgstraße
  • Volks- und Raiffeisenbanken in Südniedersachsen
  • Tourist-Information, Rathaus Hann. Münden, Lotzestraße 2
  •  Hotel Aegidienhof, Hann. Münden, Aegidiistraße 7-9
  • Tickets Dransfeld – Göticket, im Internet unter goeticket.de, online oder unter folgender Telefonnummer: 05502 / 9109142
  • Die Eintrittspreise sind gestaffelt: 

Dauertickets sind personalisiert, nicht übertragbar und die kostengünstigste Variante für alle, die möglichst viele oder auch alle Angebote des Festivals nutzen möchten. Die Dauerkarte gilt während des gesamten Festivals fürs gesamte Angebot. Sie kosten 30 Euro bis zum 31. Januar 2019, ab Februar steigt der Preis auf 35 Euro, bei Kauf während der Festivalzeit kostet diese Karte 38 Euro. 

 Das Tagesticket Kunst & Veranstaltungen, ebenfalls personalisiert, ist gültig für alle Ausstellungsorte und Abendveranstaltungen eines bestimmten Tages und kostet 15 Euro. 

 Das Tagesticket Kunst ist ein reines Ausstellungsticket, gültig für alle Ausstellungsorte eines bestimmten Tages, aber ohne Abendveranstaltungen und kostet fünf Euro. Wer beschließt, doch noch eine Abendveranstaltung am selben Tag besuchen zu wollen, kann das Tagesticket Kunst dann noch aufstocken. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung Erwachsener freien Eintritt zum Denkmal-Kunst-Festival. 

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