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1055 geflüchtete Ukrainer im Altkreis gemeldet: Mit weiteren Schutzsuchenden wird gerechnet

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Wie viele Menschen aus der Ukraine bislang vor dem Krieg in den Landkreis Göttingen geflüchtet sind, lässt sich derzeit kaum beziffern. 
Wie viele Menschen aus der Ukraine bislang vor dem Krieg in den Landkreis Göttingen geflüchtet sind, lässt sich derzeit kaum beziffern.  © Petra Siebert

Wie viele Menschen aus der Ukraine bislang vor dem Krieg in den Landkreis Göttingen geflüchtet sind, lässt sich derzeit kaum beziffern.

Altkreis Münden – Viele hätten privat eine Unterkunft gefunden und sich noch nicht angemeldet, sagt Landkreissprecher Ulrich Lottmann.

Das müssten sie auch nicht. Ukrainer könnten ohne Visum nach Deutschland einreisen und sich hier bis zu 90 Tagen aufhalten, ohne sich bei den Behörden melden zu müssen. Nach den bisherigen Zahlen waren bis Dienstagabend im Landkreis Göttingen, ohne die Stadt, 1055 Flüchtlinge aus der Ukraine bei den Einwohnermeldeämtern registriert.

Im Altkreis Münden mit der Stadt Hann. Münden, der Gemeinde Staufenberg und der Samtgemeinde Dransfeld waren es bis Dienstagnachmittag 242. „Und es werden täglich mehr“, sagt Carsten Piassek von der Gemeinde Staufenberg. Dort seien bis dahin 102 Flüchtlinge erfasst gewesen.

Flüchtlinge kommen meist privat unter

Die meisten hätten irgendeine Beziehung zu jemandem aus Staufenberg, seien mit ihm verwandt, bekannt oder befreundet, so Piassek. Eine Gruppe von rund 30 Personen wird vom Verein „Hoffnung für Tschernobyl-Kinder“ im Haus Waldfried im Staufenberger Ortsteil Speele betreut.

In der Samtgemeinde Dransfeld waren bis Dienstagnachmittag 52 Menschen aus der Ukraine vom Einwohnermeldeamt erfasst, sie lebten über das gesamte Gemeindegebiet verteilt, so Verwaltungsmitarbeiterin Stefanie Freitag. In der Stadt Hann. Münden waren es bis dahin 88, teilte Andreas Vogeley vom Einwohnermeldeamt mit.

Für Flüchtlinge aus der Ukraine, die dem Landkreis vom Land zugewiesen werden, hat die Kreisverwaltung in Germershausen und Wollershausen zwei Notunterkünfte vorbereitet mit rund 180 Plätzen.

Notunterkünfte sind nur Übergangslösungen

Im Germershausen stehen in einem ehemaligen Bildungszentrum rund 80 Plätze zur Verfügung, davon seien rund 70 belegt. Weitere 30 bietet dort eine angrenzende Turnhalle. In Wollershausen sind in einer Turnhalle weitere 70 Plätze vorbereitet.

Die Notunterkünfte seien aber nur eine Übergangslösung, teilte der Landkreis mit. Sie dienten der Erfassung und Registrierung der Ankommenden. Ziel sei es, den Menschen möglichst schnell eine Wohnung zu vermitteln. Es seien bereits rund 650 Wohnungsangebote eingegangen. Es würden aber noch mehr gesucht. Der Landkreis rechne mit weiteren Flüchtlingen aus der Ukraine. (Ekkehard Maaß)

Landkreis sucht Wohnungen

Der Landkreis sucht weiterhin Wohnraum für Flüchtlinge aus der Ukraine. Wer Wohnungen anbieten möchte, kann sich unter 0551/ 525-3000 zu folgenden Zeiten melden: Montag bis Donnerstag, 9 bis 17 Uhr, Freitag 9 bis 14 Uhr. E-Mail: fluechtlingsunterbringung@landkreisgoettingen.de. Ein Sprecher weist darauf hin, dass ein Rückruf bei den eingehenden Mails etwas dauern könne. Es gehe aber kein Angebot verloren, alle würden erfasst und geprüft.

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