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Grundschule Hedemünden sammelte
15000 Euro für Ukraine-Hilfe

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Von: Christian Mühlhausen

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Das Organisationsteam: Unser Bild zeigt (von links) Belinda Bleibaum, Marco Schulz und Simone Schulenberg.
Das Organisationsteam: Unser Bild zeigt (von links) Belinda Bleibaum, Marco Schulz und Simone Schulenberg. © Christian Mühlhausen

Beim Spendenlauf der Grundschule Hedemünden zugunsten von kriegsbetroffenen Kindern aus der Ukraine ist eine enorme Summe zusammen gekommen.

Hedemünden – Damit hätte wohl niemand gerechnet: Beim Spendenlauf der Grundschule Hedemünden zugunsten von kriegsbetroffenen Kindern aus der Ukraine sind am Freitag über 15 000 Euro zusammen gekommen. Die Organisatoren rund um Schulleiterin Simone Schulenberg, Fördervereinsvorsitzende Belinda Bleibaum sowie Marco Schulz vom unterstützenden HSV Hedemünden zeigten sich hellauf begeistert.

Wenngleich einige Eltern zunächst etwas lange Gesichter machten - doch das war natürlich humorvoll gemeint, als sie zur Kasse gingen, um dort die gesponserten Runden der Kinder zu bezahlen. Denn jedes Kind sollte vorab in der Familie für Sponsoren werben, die einen selbst gewählten Betrag pro gelaufener Sportplatzrunde des Kindes als Spende gaben.

Wochenlanges Training und der Ansporn des Wettbewerbs sowie der Beifall des Publikums ließen die rund 100 Grundschüler am Freitag über sich hinaus wachsen. Statt zehn oder 15 Runden wie sonst im Training wurden dann plötzlich 30, 40 oder sogar fast 50 Runden innerhalb einer Stunde geschafft - dementsprechend „teuer“ wurde es für die Sponsoren. Aber herzlich gern wie sonst nur selten haben Eltern, Großeltern und Freunde der Familie trotz dieser Teuerung für diesen guten Zweck das Portemonnaie weiter geöffnet.

Denn das Geld ist gut angelegt. Es geht komplett an die Stiftung Hof Schlüter, mit der die Fördervereinsvorsitzende Bleibaum in Kontakt steht. Die Stiftung setzt sich seit über 20 Jahren auch für Projekte in der Ukraine ein, hat im Laufe der Jahre Hilfslieferungen im Wert von 18 Millionen Euro in die ukrainische Region Bila Zerkwa gebracht.

Seit dem Kriegsbeginn ist die Stiftung besonders gefordert, hat mittlerweile drei Waisenhäuser in der Ukraine evakuieren lassen und die rund 60 Kinder in Soltau, Lüneburg und Uelzen untergebracht sowie weitere in Gastfamilien. Mit dem am Freitag von den Kindern erlaufenen Geld sollen für ukrainische Kinder die Erstausstattung von Schulmaterial besorgt werden wie Ranzen, Schreibmaterial, Hefte und Bücher. Durch die Höhe der Spendensumme ist jetzt noch Raum für weitere und weitergehende Hilfen.

Die Kinder erreichten auch sportlich beste Leistungen: Die Erst- und Zweitklässler liefen eine Stunde lang eine 200 Meter lange Runde, die Dritt- und Viertklässler sogar 1,5 Stunden eine 300 Meter Runde. Bei 40 Runden eines Drittklässlers sind das immerhin zwölf Kilometer. Pro Runde bekamen sie an einer Station ein Gummiband ums Handgelenk, diese wurden am Ende gezählt. Währenddessen versorgten zwanzig Helferinnen und Helfer - Eltern, Lehrer sowie zwei FSJler - die Besucher oder unterhielten an verschiedenen Stationen die Kinder mit Basteln, Dosenwerfen, Geschicklichkeitsspielen und Zirkuskunststücken.

Die Idee zum Spendenlauf sei im Lehrerkollegium entstanden Ende Februar nach Kriegsausbruch, berichtet Schulleiterin Schulenberg. Gemeinsam mit dem Förderverein sei die Idee weiter gereift, über Marco Schulz wurde die Begleitung durch SG Werratal und HSV organisiert, die am Freitag vor Ort für die Besucher grillten und bruzzelten sowie Getränke ausschenkten. Die Materialkosten übernehmen dabei großzügigerweise die Vereine, sodass der komplette Erlös den Spendentopf weiter auffüllte. Auch sorgten die Vereine dafür, dass am Nachmittag noch mal 60 Kinder, die nicht (mehr) zur Grundschule gehen, den Spendenlauf erweiterten.

Außerdem wurde die Aktion mit Spenden vom Lions Club, mehreren Firmen, dem Ortsrat Hedemünden sowie der Fußballmannschaft HSV/SG Werratal unterstützt.

Weitere Infos: www.Stiftung-Hof-Schlueter.de. Für weitere Spenden hat der Förderverein der Grundschule Hedemünden ein Spendenkonto eingerichtet. (Christian Mühlhausen)

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