Von Münden bis Teheran

150 Frauen feiern Sieg der „Women’s Rowing Challenge“ im Trockenrudern

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Über 150 Teilnehmerinnen waren zur Abschlussfeier ins Ruderhaus gekommen. 

Zum zweiten Mal in Folge wurde der Sieg dieses vierwöchigen Fernduells des „Deutschen Ruderverbandes“ (DRV) im Trockenrudern nach Hann. Münden geholt.

Vier Wochen lang hatten die 422 Teilnehmerinnen der „Woman‘s Rowing Challenge“ gerudert, geschwitzt und am Ende der stetig länger werdenden Rudereinheiten das Ziehen in den Armen und Beinen tapfer ertragen, und ihre Konkurrentinnen weit, weit abgeschlagen im virtuellen Kielwasser zurückgelassen.

Zur Siegerehrung mit anschließender Siegerparty hatte der „Mündener Ruderverein“ (MRV) am Samstagabend in sein Vereinsheim eingeladen, wo bestens gelaunt auch kräftig gefeiert wurde. Zahlreich waren die Teilnehmerinnen erschienen und wurden von einem vor Freude strahlenden Thomas Kossert (stellvertretender Vorsitzender und Trainer) empfangen: „Wir haben gewonnen! Das ist bekannt und ich denke, das müssen wir gebührend feiern“.

Fast 4000 Kilometer zusammen gerudert

Waren es im letzten Jahr noch 200 Teilnehmerinnen bei der „Challenge“, zog Kossert den Vergleich zu Teilnehmerinnenzahlen des Mündener Altstadtlauf 2019 mit 216 und des Hasenmelkerlaufs in Dransfeld mit 170 Teilnehmerinnen. Beide Veranstaltungen zusammengerechnet hätten sie die Teilnehmerinnenzahlen in diesem Jahr sogar noch getoppt, meinte Kossert. „Wir haben fast 4000 Kilometer zusammen gerudert, was heißt wir, ich habe ja nichts gemacht. Das ist ungefähr die Luftlinienstrecke von Hann. Münden nach Teheran.

Das ist schon ganz ordentlich. Noch 200 Kilometer mehr und es hätte sogar bis zum Nordpol gereicht“, freute er sich. Ganz bewusst wurden keine Einzelleistungen herausgehoben, sondern als Kollektivleistung gefeiert.

Zur Feier und Übergabe der gewonnenen Siegeruhrkunde sowie neuen Skulls war Jens Hundertmark (DRV-Generalsekretär) aus Hannover angereist und beglückwünschte das Kollektiv geballter Frauenpower. „Herzlichen Glückwunsch, dass Sie das durchgehalten haben. Wir fangen ja ganz langsam an mit sieben Minuten und“, das war der Zeitpunkt, an dem die Teilnehmerinnen ihn sofort lautstark und lachend mit „acht Minuten“-rufend verbesserten. „Hut ab, dass dann viele, die es vorher noch nie gemacht haben, die 30 Minuten am Schluss geschafft haben.

Mehr als einmal um die Erde gerudert

Deutschlandweit waren es fast 4400 Frauen in diesem Jahr, insgesamt 44.000 Kilometer wurden gerudert, das ist mehr als einmal um die Erde“, so Hundertmark. „An den Verein und an Thomas, der wahrscheinlich auch 4000 Kilometer in der Zeit hier herumgelaufen ist, ganz herzlichen Glückwunsch und ein großes Dankeschön“, wendete er sich an Kossert, während ein dezibelstarker Applaus das Klubheim erfüllte. Mit einer Ruderleistung von 3.951.529 Metern hätten sie es nicht spannender gemacht, das überträfe zusammengerechnet noch die gemeinsame Ruderstrecke der Zweit- und Drittplatzierten aus Hamburg und Berlin, deren Vereinsgrößen deutlich die in Hann. Münden übersteigen. Für jede Teilnehmerin lag eine Urkunde bereit, bevor die Gewinnerparty für die an diesem Abend über 150 anwesenden Teilnehmerinnen startete.

Die nächsten Termine

Zwei weitere Höhepunkte im Indoor-Rudern finden am 6. März uns im Bootshaus des MRV am Fährweg statt: Beim Schulsportwettbewerb „Mündens schnellste Klasse“ kämpfen Mündens Schülerinnen und Schüler morgens in Achterstaffeln wieder um Medaillen. Abends wird dann die dritte Auflage der Mündener Ergo-Nacht veranstaltet, bei der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Altersklasse in die Weltrangliste eintragen können. 

Und auch für die Männer wurde in diesem Jahr noch etwas ganz Besonderes geplant: Am 20. Juni findet in Kooperation mit dem Landessportbund Niedersachsen und der BKK24, der „Kerlgesundtag“ im Bootshaus statt. Neben Rudern und Stand Up-Paddeln können Männer an diesem Tag viele andere Sportarten kennenlernen und Tipps zu mehr Bewegung im Alltag erhalten.

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