2014 das wärmstes Jahr in der Region seit Start der Wetteraufzeichnung

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Altkreis Münden. Milder Winter, kühler, regnerischer Sommer, warmer Herbst mit blühenden Obstbäumen - das Wetter im Jahr 2014 machte Schlagzeilen.

Das Jahr war mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 10,3 Grad Celsius das wärmste in Deutschland seit Bestehen der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881. Prof. Dr. Kai Neumann, Hobby-Meteorologe aus Staufenberg, bestätigt das für seine Wetterstation, die er seit 1997 in Landwehrhagen betreibt.

Die Daten liefert er an die MeteoGroup, die diese für die tägliche Wetterkarte des ARD-Fernsehens aufbereitet.

Das Jahr 2014 sei seit Bestehen der Station im Jahr 1997 mit einem Jahresdurchschnittswert von 10,5 Grad Celsius das wärmste gewesen, so Neumann. Bisher waren die Jahre 2007 und 2011 mit einem Jahresdurchschnitt von 9,8 Grad die Spitzenreiter. Milde Winter habe es öfter gegeben, allerdings sei es zwischendrin immer mal kalt gewesen. Das habe im Winter 2013/2014 gefehlt. An nur 32 Tagen im Jahr fiel das Thermometer unter null Grad, im Durchschnitt sind es 74. Dauerfrost herrschte an ganzen drei Tagen, in einem normalen Jahr sind es 20.

Die stabile Großwetterlage in der Mitte, aber auch im Norden Europas sei für das milde Klima verantwortlich gewesen.

Die Folgen des Winters, der keiner war: Schimmelbefall auf den Feldern machte den Landwirte zu schaffen. Ebenso hätten wetterfühlige Menschen unter den milden Temperaturen gelitten, erläutert Neumann. Die Tiefdrucklage sei für den Körper belastend.

Bis auf den Ausreißer bei der Jahresdurchschnittstemperatur sei das vorige Jahr wettermäßig aber durchaus normal gewesen, auch wenn es sich vielleicht anders angefühlt hat. Der wärmste Tag - 33,1 Grad - sei nicht außergewöhnlich, ebenso nicht die gemessenen 684 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Und wie beginnt das neue Jahr? Neumann: „Ich will den Winter noch nicht abschreiben.“ (kri)

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