Eingespieltes Team

2700 Nieren in Hann. Münden transplantiert

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Freuen sich über die 2700. Transplantation: Die Patienten Kurt Bulle und Horst Schreiber (vorne, von links) zusammen mit Dr. med. Peter Weithofer, Leiter Transplantationszentrum Südniedersachsen, Sandra Hufeland, Stationsleiterin, Dr. med. Jens Küster, Chefarzt der Urologie und Prof. Dr. med. Volker Kliem, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Nephrologie.

Hann. Münden – Im Klinikum Hann. Münden konnte jetzt ein ganz besonderes Ereignis gefeiert werden.

Zum 2700. Mal haben die Ärzte eine Niere vor Ort transplantiert. Laut Stefan Starke, Geschäftsführer des Klinikums, ein eindeutiges Zeichen dafür, welch hohen Stellenwert das Haus in Sachen Transplantationsmedizin bei Patienten weit über die Region hinaus genießt.

Niedersachsenweit gibt es nur zwei Nierentransplantationszentren, die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und das Transplantationszentrum Süd-Niedersachsen – eine Kooperation zwischen dem Klinikum Hann. Münden (KMH) und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) unter der Leitung von Dr. med. Peter Weithofer.

Von dieser Kooperation haben jetzt die Patienten Kurt Bulle aus Altenhasungen und Horst Schreiber aus Mühlhausen profitiert. Sie haben in den vergangenen Wochen neue Nieren erhalten und sind mit dem Team, das sich rundum um die Patienten gekümmert hat, zufrieden.

Dieses Team ist es auch, das sowohl für das Klinikum als auch für die Patienten unabdingbar ist. Das Zentrum biete das Gesamtpaket für alle Behandlungen von Erkrankungen an, unter denen Patienten mit Niereninsuffizienz litten. „Sie kommen quasi zu ihrem Hausarzt hier ins Klinikum in Hann. Münden“, erklärt Prof. Dr. med. Volker Kliem, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Nephrologie. Das erklärt sich laut Dr. med. Jens Küster, Chefarzt der Urologie dadurch, dass die durchschnittliche Wartezeit auf eine Niere bei rund acht Jahren liegt. „Die Patienten kennen die Klinik, wissen aufgrund des langen Behandlungszeitraums auch, wie die Station tickt und fühlen sich gut aufgehoben“, ergänzt Kliem. Dass die Zusammenarbeit zwischen den seit vielen Jahren und Jahrzehnten im Klinikum tätigen Mitarbeitern gut läuft, sei entscheidend, da der Zeitpunkt, wann ein Spenderorgan verfügbar ist, nicht planbar sei. „Innerhalb kurzer Zeit muss das Team stehen, auch an Ostern und Weihnachten. Rund um die Uhr müssen wir immer die gleiche gute Leistung anbieten. Wenn Patienten dann auf ein Team treffen, das sie vor fünf oder zehn Jahren schon kennengelernt haben, kommen sie auch gerne wieder zu uns.“

Eine Besonderheit, die das Klinikum in Hann. Münden auszeichnet: „Andere Häuser, die ebenfalls transplantieren, sind Maximalversorger“, sagt Küster. Das sei das Haus in der Drei-Flüsse-Stadt nicht. Ein Nachteil ist dies für das Haus aber auch nicht. Da seit der ersten Transplantation im Jahr 1977 2700 Nierentransplantationen, darunter 300 Nierenlebendspenden beispielsweise von Ehepartnern oder Menschen aus dem Bekanntenkreis erfolgt sind, ist die Nierentransplantation in verschiedensten Formen hier vor Ort Routine.

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