Rutsch soll ausgeschlossen werden

B 496-Hang nach Steinschlag unter Beobachtung

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Schutzwand an der B 496: In diesem Bereich war es im Dezember 2014 zu einem Hangrutsch gekommen. Für den Hang wird derzeit ein geologisches Gutachten erstellt.

Hann.Münden. Die Straßenverkehrsbehörde kontrolliert nach dem Rutsch vorigen Samstag täglich den Hang an der B 496. Ein Geologe erstellt ein Gutachten.

Der Hang an der Bundesstraße 496 in Höhe des Bahnübergangs in Hann. Münden steht unter täglicher Beobachtung von Mitarbeitern der Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim, um die Gefahr eines größeren Hangrutsches nach Möglichkeit auszuschließen.

Zweimal am Tag werde der Fahrbahnbereich kontrolliert, teilte die Straßenverkehrsbehörde vor dem Hintergrund mit, dass am vergangenen Samstag wieder Steine auf die Straße gerollt waren, dieses Mal allerdings habe es sich nur um kleinere Stücke gehandelt. Die Bundesstraße war dennoch für einige Zeit gesperrt gewesen, bis Mitarbeiter der Straßenbahnmeisterei Göttingen die Fahrbahn gereinigt hatten.

Als klar war, dass für die Autofahrer keine unmittelbare Gefahr mehr bestand, war die Straße wieder freigegeben worden. Die Steine hatten sich in dem Bereich aus dem Hang gelöst, wo bereits eine vorläufige hölzerne Schutzwand steht, die nach einem Hangrutsch im Dezember 2014errichtet worden war.

Neben den täglichen Kontrollen ist nach Angaben der Straßenverkehrsbehörde ein Geologe damit beauftragt, den Hang zu untersuchen. Wenn die Ergebnisse vorliegen, soll bis Ende des Jahres ein Konzept erarbeitet werden, wie der Hang gesichert werden kann. Von den Untersuchungsergebnissen hänge es ab, ob etwa Fangzäune aufgestellt werden wie am Ortseingang von Hann. Münden, eine Schutzwand gebaut wird oder ein Netz über den Fels gelegt wird. Vor zwei Wochen hat der Hann. Mündener Betrieb Stadtwald, dem das Hanggelände gehört, zudem einen Teil eines Bachlaufs verrohrt. Damit soll weniger Feuchtigkeit in den Hang eindringen können.

Netz an der B 80 

An der Bundesstraße 80 nahe der Weserbrücke soll in den Herbstferien damit begonnen werden, am Steilhang ein neues Netz zu spannen, das verhindern soll, dass Steine auf die Fahrbahn fallen können. Dort sichert derzeit eine Schutzwand aus Holz die Straße, die die Stadt Hann. Münden als Eigentümerin des Hanges errichtet hat. Anfang 2013 war es dort nach starken Regenfällen zu einem Hangrutsch gekommen.

Die Kosten für die Netzbespannung werden aber vom Bund getragen, so die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die für die Bundesstraßen zuständig ist. (ems)

Archivbilder: So sah der Hangrutsch im Dezember 2014 aus

Hangrutsch zwischen Bonaforth und dem Bahnübergang

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