53-Jähriger aus Münden wegen Brandstiftung vor Gericht

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Der Tatort: Der 53-jährige Angeklagte steht unter Verdacht, in seiner Wohnung in diesem Mehrfamilienhaus an der Burckhardtstraße in Neumünden Feuer gelegt worden.

Hann. Münden. Wegen schwerer Brandstiftung muss sich seit Mittwoch ein 53-jähriger Mann aus Hann. Münden vor dem Landgericht Göttingen verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 53-Jährigen vor, im vergangenen September in seiner Mietwohnung in einem von 20 Menschen bewohnten Mehrfamilienhaus an der Burckhardtstraße in Hann. Münden seine Bettdecke angezündet zu haben. Vor der Brandstiftung habe er noch die Rauchmelder in seiner Dachgeschosswohnung abmontiert, um die Löscharbeiten zu verzögern. Glücklicherweise habe das Feuer jedoch frühzeitig gelöscht werden können.

Der Anklage zufolge ist die Wohnung aber durch Hitze und Rauchentwicklung erheblich verrußt worden. Insgesamt sei ein Sachschaden von 35.000 Euro entstanden.

Ein Suizidversuch

Der Angeklagte, der derzeit in Untersuchungshaft in der JVA Rosdorf einsitzt, räumte zu Beginn des Prozesses die Vorwürfe ein. Die Brandstiftung sei ein Suizidversuch gewesen, sagte er. „Ich habe mir vorgestellt, dass ich durch den Rauch ersticke.“ Die Rauchmelder habe er abgebaut, weil er nicht gerettet werden wollte. „Ich wollte mich ja umbringen.“ Dass er damit auch die anderen Hausbewohner in Gefahr brachte, daran habe er in dem Moment nicht gedacht.

Bettdecke angezündet

Nachdem er die Bettdecke mit einem Feuerzeug angezündet hatte, habe er noch eine Flasche Wein getrunken und einen Abschiedsbrief geschrieben, sagte der 53-Jährige. Dann sei ihm die Rauchentwicklung zu stark geworden, und er sei in den Keller gegangen. Der Angeklagte war nach dem Vorfall zunächst in eine psychiatrische Klinik gekommen. Zwei Wochen später habe er diese wieder verlassen, berichtete er. Danach habe er sich einige Zeit in einem leerstehenden Haus und in einem Wald versteckt, ehe er sich schließlich der Polizei stellte. 

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