Bis Weihnachten noch im Rollstuhl

79-Jährige ganz dynamisch: Nach Sturz mit dem Rad wieder obenauf

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Anita Whitcomb an ihrem Fahrrad: Die agile Seniorin will bald wieder mit dem Zweirad unterwegs sein.

Hann. Münden. Es ging alles ganz schnell, und Anita Whitcomb reagierte sofort. Das ist umso erstaunlicher, da sie 79 Jahre alt ist, aber noch sehr mobil.

Sie fuhr am 11. November mit ihrem Rad auf dem Feuerteich in Hann. Münden, als sie seitlich ein anderer Radler erfasste. Das Rad kippte und Anita Whitcomb wollte sich mit einem Bein abstützen und einen Sturz verhindern. Der Druck auf ihren linken Fuß war aber so heftig, dass er im Gelenk brach. „Der Fuß stand quer“, berichtet Anita Whitcomb. Kurze Zeit nach dem Unfall lag sie bereits auf dem OP-Tisch im Krankenhaus Münden.

Bis Weihnachten ist die rüstige Dame, die in einem Mündener Seniorenwohnheim lebt, noch auf einen Rollstuhl angewiesen. Danach will sie auf jeden Fall wieder radeln. Die gebürtige Hedemündenerin macht auch trotz ihres Fußbruchs einen sehr agilen Eindruck. „Ich bin noch vor einem Jahr in der Weser geschwommen“, sagt sie. Sie war die älteste Teilnehmerin beim sogenannten Big Jump, dem großen Schwimmereignis in der Dreiflüssestadt.

Zu ihrem Fahrrad, das mit etwas schiefer Vorderbeleuchtung in ihrem Keller steht, sagt sie ein weniog rührend: „Ich komme bald wieder.“ Groll gegen den jungen Fahrer, der unabsichtlich mit Beginn der Dämmerung in sie gefahren ist, hegt sie nicht. „Der Junge, vielleicht 14, 15 Jahre alt, war nach dem Unfall selbst völlig fertig.“

Er blieb aber unverletzt. Am nächsten Tag sei er mit seiner Mutter am Krankenbett gewesen, sagt Anita Whitcomb. „Das war sehr nett. Obwohl ich keine Schuld hatte, werde ich keine Anzeige erstatten“, sagt sie.

Voll des Lobes ist Anita Whitcomb angesichts der Behandlung im Krankenhaus in Neumünden. „Hut ab vor dem Personal, das haben die ganz toll gemacht, dabei haben die ja wegen ihrer unklaren Situation derzeit unheimlich viel Stress.“

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