Weiter Staugefahr: A 7-Fahrer müssen bei Hann.Münden tapfer sein

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Stau zwischen Lutterberg und Kassel: Durch die Baustelle bei Kassel ist das auf der A 7 aktuell kein seltenes Bild.

Wer von Hann. Münden nach Kassel unterwegs ist, muss derzeit immer damit rechnen in einen Stau mit langen Wartezeiten zu geraten.

Hann. Münden/Lutterberg - Es war die Hoffnung vieler Autofahrer aus der Region, die auf die A 7 angewiesen sind: Mit der Wiedereröffnung der Bergshäuser Brücke (A44-Brücke über die Fulda) Ende Mai würde sich der Straßenverkehr rund um Kassel wieder entspannen. An den Staus hat sich bislang allerdings nicht viel geändert.

Vor allem das A 7-Teilstück zwischen Kassel und der Anschlussstelle Hann. Münden/Lutterberg in Fahrtrichtung Süden ist betroffen, denn der Verkehr staut sich phasenweise kilometerweit bis dorthin zurück. Die Gründe: Die Bergshäuser Brücke kann nach ihrer Sanierung nur noch drei und nicht mehr vier Fahrspuren aufnehmen und die A 7 wird bei Kassel in Fahrtrichtung Norden auf vier Spuren ausgebaut. Die Folge: Unfälle, Umleitungen, Vollsperrungen. 

Erst jüngst hat Hessen Mobil im Bereich der A 7-Baustelle die Fahrbahnmarkierungen und auch die Ausschilderung der Umleitungsstrecke über die A 49 verbessert. Zudem soll der Verkehr durch zusätzliche Lkw-Überholverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen (Tempo 100 für Autos und Tempo 60 für Lkw) schon weit vor der Baustelle entzerrt werden, um im Bereich Kreuz Kassel-Mittel für Entspannung zu sorgen. Eine Verbesserung ist bisher aber kaum zu spüren. 

Hessen Mobil prüft Verbesserungen des Verkehrsflusses

Hessen Mobil prüfe weiterhin, welche verkehrstechnischen Vorhaben im Bereich der A 7-Baustelle helfen könnten, um den Verkehr besser fließen zu lassen, heißt es von Horst Sinemus von Hessen Mobil. „Die Untersuchungen dazu dauern noch an, wir werden uns zu gegebener Zeit wieder dazu äußern“, sagte Sinemus am Dienstag.

Weil das Problem der Lkw-Rückstaus auch bis zur Anschlussstelle Hann. Münden/Lutterberg auf der A 7 weiterhin Bestand habe, befände man sich in ständigem Austausch mit den Niedersächsischen Kollegen von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim. Die sind für den A 7-Abschnitt ab der Anschlussstelle in Richtung Norden zuständig. 

Den Austausch bestätigt Udo Othmer, Leiter des Geschäftsbereich Bad Gandersheim. Auf die Verhinderung der Rückstaus selbst habe man allerdings von Niedersachsen aus kaum einen Einfluss. An der Situation für Autofahrer wird sich in der nahen Zukunft wohl auch erst einmal nichts ändern, denn laut Hessen Mobil soll der Ausbau der A 7 auf vier Spuren bei Kassel erst Ende 2022 abgeschlossen sein.

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