Reportage von der Autobahn

Stunden festgesteckt: Unterwegs im Mega-Stau auf der A7 bei Hann. Münden

Kilometerlange Autoschlange: Unser Bild zeigt die Autobahn 7 Fahrtrichtung Norden am Donnerstag. Rechts im Vordergrund der Rastplatz Staufenberg.
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Kilometerlange Autoschlange nach dem Crash: Unser Bild zeigt die Autobahn 7 Fahrtrichtung Norden am Donnerstag, an dem der Unfall mit den drei Lkw passiert war. Rechts im Vordergrund der Rastplatz Staufenberg zu sehen.

Drei Lkw waren vergangene Woche an einem Unfall auf der A7 beteiligt. Was folgte war ein Mega-Stau. Unser Autor stand mittendrin - stundenlang. In einer Reportage schildert er seine Eindrücke.

Artikel aktualisiert um 15.02 Uhr - Die Falle schnappte am Donnerstag gegen 9 Uhr zu, kurz nach der Auffahrt auf die A7 am Lohfeldener Rüssel Richtung Hann. Münden. Im Radio kam die Meldung, dass nach einem Auffahrunfall mit drei Lkw die Autobahn ab Lutterberg voll gesperrt ist. Dort wollte ich die Autobahn verlassen, hatte also noch die vage Hoffnung, einem größeren Stau zu entgehen.

Bis zum Parkplatz Staufenberg lief auch noch alles reibungslos, dann sah ich die ersten Warnblinklichter. Der Stau hatte mich gepackt und sollte mich am Ende stundenlang festhalten. Aus der Strecke, die sonst lediglich einige Minuten dauert, wurde ein Stop-and-Go-Marathon von insgesamt über vier Stunden. Erst um 13.22 Uhr konnte ich die Autobahn verlassen - erleichtert und entnervt zugleich.

Es sind vor allem die Lastwagen, die Stress bereiten. Rollt der Verkehr wieder einige Meter, bleiben sie zunächst noch stehen, fahren dann an, um erst dicht hinter dem eigenen Wagen abrupt zu stoppen. Bilder von Folge-Unfällen im Stau schießen durch meinen Kopf.

Rettungsgasse auf der A7 war zu eng für Abschlepper

Während auf dem linken und mittleren Fahrstreifen besonnene Autofahrer eine Rettungsgasse bilden – ein Banner an der Autobahnbrücke am Parkplatz Staufenberg mit einer Aufforderung dazu zeigt offenbar Wirkung –, werden andere nervös und scheren, in der Hoffnung schneller voranzukommen, auf den noch freien Standstreifen aus. Auch dort steht bald alles dicht an dicht.

Mit Blaulicht passieren unterdessen ein Krankenwagen und eine Polizeistreife die Rettungsgasse. Aber für zwei schwere Abschleppwagen, die danach kommen, ist die Rettungsgasse an manchen Stellen einfach zu eng. Mit lautem Hupen und gelbem Warnlicht machen sie auf sich aufmerksam, die Gasse muss irgendwie und recht schnell breiter werden. Schließlich reicht es auch für die beiden Fahrzeuge.

Sogar bei Witzenhausen Stau nach A7-Unfall

Um 12.25 Uhr signalisiert ein Schild noch 500 Meter bis zur Ausfahrt Lutterberg. Aber es wird von da an noch über eine Stunde dauern, bis sie erreicht ist. Auf der Autobahnbrücke der Bundesstraße 496, über die der Verkehr Richtung Münden umgeleitet wird, ist auch schon der nächste Stau zu sehen. Wer der Autobahn entronnen ist, bleibt jetzt auf den Umleitungsstrecken liegen. Das gilt für die B496 ebenso wie für die B3. Selbst bei Witzenhausen staut sich der Verkehr.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Bis 16.25 Uhr dauerte die Vollsperrung, der Stau reichte bis nach Kassel/Nord. In Hann. Münden entspannte sich die Lage erst gegen 18.30 Uhr. Solange regelte dort die Polizei den Verkehr.

Was genau es mit dem Unfall auf der A7 mit den drei Lkw auf sich hatte, erfahren Sie in diesem separaten Artikel.

Lkw-Unfall bei Hann. Münden: A7 mit Lebensmitteln übersät

 © Philipp Vogeley/Feuerwehr Staufenberg
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 © Hessennews TV
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