Wagen wird übernommen

Nach 31 Jahren auf dem Wochenmarkt: Monika Rabe geht in Rente

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In ihrem Element: Monika Rabe bedient ihre Kunden mit Sachverstand und Freundlichkeit. Nach 31 Jahren auf dem Mündener Wochenmarkt macht sie in Kürze Schluss.

Hann. Münden. Sie gehört zum Mündener Wochenmarkt wie ihre Ware. Monika Rabe, die Milchprodukte und Geflügel verkauft, hört nach gut 31 Jahren auf.

An Heiligabend ist Schluss. Monika Rabe wird am 24. Dezember letztmalig mit ihrem Stand auf dem Wochenmarkt in Hann. Münden vertreten sein. Das Aus nach gut 31 Jahren.

Dem Mann helfen 

Die 69-Jährige geht mit einem weinenden und mit einem lachenden Auge. Wobei die Tränen leicht überwiegen, wie sie im Gespräch sagt. Seit 1985 verkauft die Frau aus Einbeck Molkereiprodukte und Geflügel vor dem Mündener Rathaus. „Ich schaffe das Ganze jetzt nicht mehr so wie früher“, sagt Monika Rabe. Ihr Mann sei krank und sie müsse ihn unterstützen. Er selbst sei auf den Märkten in Bovenden und Göttingen vertreten, „ich werde ihm jetzt dort helfen. Denn mein Mann kann nicht ohne Markt, das ist sein Leben“.

Wagen wird übernommen 

Ihr Wagen werde von einem anderem Marktbeschicker, der seit Jahren in Münden ist, übernommen - mit Geflügel. Wer es ist, möchte sie noch nicht sagen. Erstmal müsse der Wagen auf Vordermann gebracht werden, „ich schätze mal, dass es im März dann weitergeht“. Ihre beiden Angestellten bleiben dem Mündener Markt ebenso erhalten, an anderen Ständen.

„Ich habe viel Markterfahrung, war von Alfeld bis Witzenhausen unterwegs, „der Mündener Markt ist aber für mich der persönlichste.“

Spätestens wenn der Heiligabend kommt, wird es wohl ganz schwer für Monika Rabe. „Ich habe viel Markterfahrung, war von Alfeld bis Witzenhausen unterwegs, „der Mündener Markt ist aber für mich der persönlichste“. Er und die Kunden werden ihr fehlen. Etwa 200 Frauen und Männer zählt sie zum dauerhaften Stamm. „Das geht gar nicht“, sagt etwa Kunde Heinz Schäfers, „Frau Rabe brauchen wir hier“.

Monika Rabe wird ihren Mittwoch und Samstag bald anders planen müssen. Bislang fuhr sie gegen 4.40 Uhr in Einbeck los und war nachmittags wieder um 15 Uhr daheim. Ganz verabschieden will sie sich aus der Dreiflüssestadt aber nicht. „Ab und zu werde ich bestimmt zum Markt kommen, als Kundin“.

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