Zahlen bis September liegen vor

Absturz der Gästezahlen: Corona führt in der Region Hann. Münden zu einem massiven Einbruch im Tourismus

Blick vom Doktorwerder auf die Werrabrücke und die Altstadt
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Blick vom Doktorwerder auf die Werrabrücke und die Altstadt.

Die Corona-Pandemie und die angeordneten Einschränkungen im öffentlichen Leben haben die Tourismus-Zahlen für den Raum Hann. Münden einbrechen lassen. Bisher liegen die Erhebungen des Landesamtes für Statistik für den Zeitraum bis September vor, erfasst für Betriebe ab 10 Betten.

Danach ging die Zahl der Übernachtungen auf rund 92 400 zurück. Im Jahr davor, dem nach Angaben der Hann. Münden Marketing GmbH (HMM) bislang stärksten Tourismusjahr für Münden, waren es für den Zeitraum über 150 400 gewesen, 2018 fast 139 600. Die Zahl der Ankünfte lag bis September 2020 bei 48 124, im Jahr zuvor waren es über 79 890 gewesen und 2018 über 75 400. „Generell merkt man deutlich die unterschiedlichen Stadien der Pandemie und des Lockdowns“, so Matthias Biroth, Manager für Tourismus- und Stadtmarketing der HMM.

So seien in Zeiten steigender Corona-Zahlen die Übernachtungszahlen zurückgegangen. Als die Stadt Göttingen im Juni als Corona-Hotspot in den Schlagzeilen gewesen sei, sei das Besucherinteresse auch für den Raum Münden deutlich gesunken. Dies sei bei der Zahl der Anrufe ebenso spürbar gewesen wie bei den Aufrufen der Internetseite der Erlebnisregion Hann. Münden. Gäste verloren habe Hann. Münden auch dadurch, dass im Mai Hessen früher als Niedersachsen Lockerungen für die Tourimusbranche beschlossen habe. So durften in Hessen bereits am 15. Mai Hotels, Pensionen und Campingplätze wieder öffnen, in Niedersachsen erst zehn Tage später. Nach steigenden Zahlen im Sommer – im August seien die Zahlen fast auf das Normalmaß gestiegen – sei im September das Ausbleiben der Bustouristen deutlich spürbar gewesen.

Der Anstieg der Coronazahlen und die Meldungen einer zweiten Welle habe zu einer großen Verunsicherung geführt. Viele Teilnehmer der Busreisen gehörten zur Risikogruppe und hätten daher auf Fahrten verzichtet. Deutlich zugenommen, so Biroth, habe der Fahrradtourismus. Er könne dies zwar nicht mit Zahlen belegen, aber das sei in der Stadt spürbar gewesen. ArchivFoto: Bettina Sangerhausen

Übernachtungen 2020 im Raum Hann. Münden

Vom Landesamt für Statistik liegen für 2020 die Tourismuszahlen bis September vor, erhoben für Betriebe ab 10 Betten. Bis September 2020 gab es im Raum Münden 92 393 Übernachtungen, 2019 waren es für den Vergleichszeitraum 150 415 gewesen. Die Monatsübersicht: Januar: 6581 (2019: 6919); Februar: 6407 (6488); März: 4854 (8563); April: 611 (13 758); Mai: 5170 (19 871); Juni: 12 979 (24 671); Juli: 17 849 (22 503); August: 20 321 (24 222); September: 17 621 (23 423). ems

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