Kreativ gegen Corona-Blues

Basteltüten vom Familienzentrum vertreiben die Lageweile

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Gabenzaun mit Beschäftigungsangeboten: Tina Krause hängt kostenloses Bastelmaterial für Kinder am Familienzentrum an der Kurhessenstraße auf. 

Schon zum zweiten Mal sorgten die Mitarbeiterinne vom Familienzentrum mit ihrer Aktion für viele glückliche Kinder und Eltern 

 Damit bei jungen Kindern in Hann. Münden keine Langeweile aufkommt, hat das Familienzentrum Hann. Münden schon zum zweiten Mal viele kleine Tüten mit Bastelmaterial an seinen Zaun gehängt. Fingermalfarbe, buntes Papier, Bastelanleitungen und mehr warteten darauf abgeholt zu werden. Mit Erfolg, die Nachfrage war groß. 

Koordinatorin Tina Krause und ihr Team haben die Tüten kostenlos aus ihrem eigenen Fundus zusammengestellt. Und das ist nicht das Einzige, was sie sich als Unterstützung für die Mündener Eltern in den vergangenen Wochen ausgedacht haben.

Besonders beliebt sind die etwa 40 Kurzvideos, die Erzieherin Michaela Haberland-Natge seit Mitte März auf der Facebook-Seite des Familienzentrums veröffentlicht hat. Darin gibt sie Beschäftigungstipps für Familien, die während der Coronazeit ohne Schule, Kindergarten und teilweise Arbeit zu Hause sind. Für diese Abwechslung im Alltag habe das Team bereits positive Rückmeldung aus Bayern erhalten, erzählt die Ideengeberin.

Spielidee und Videos

„Ich sehe ein Material und habe dazu eine Spielidee“, sagt Haberland-Natge, die seit 15 Jahren im U-3-Bereich arbeitet. Mit den Videos habe sie die Familien bei Laune halten wollen, zu einem Zeitpunkt, an dem noch nicht klar gewesen sei, wie lange sie gemeinsam Zeit im Haus verbringen müssen. Deshalb habe sie sich Spiele überlegt, die für alle Altersklassen leicht nachvollziehbar und umsetzbar sind. Und mit Materialien, die jeder im Haushalt hat. Eines davon ist das Handysuchspiel: Ein Handy wird im Raum versteckt, es klingelt und wird gesucht. In einem anderen Video lädt sie mit einer Decke zum Bauen einer Höhle ein. Im nächsten schmückt sie sich und den Raum mit Wäscheklammern. Daraus lässt sich auch ein Spiel machen, in dem man versucht, dem jeweils anderen die Wäscheklammern abzunehmen, ohne dass es bemerkt wird.

Eine weitere Neuigkeit aus dem Familienzentrum: Die bekannte Mütze-Boutique mit Kleidung aus zweiter Hand, wird für die Coronazeit in einen Kursraum verlegt. Hier können Familien kontaktlos und kostenlos Second-Hand-Kleidung finden.

Eltern werden darum gebeten, sich vorher anzumelden und am besten konkrete Angaben zu den benötigten Kleidungsstücken zu machen. Der Basar sei einigermaßen gut bestückt, doch weitere Kleiderspenden sind willkommen. Bisher sei nur eine Tasche mit Kleidung für Jungen abgegeben worden. „Wir haben viel in charmantem Rosa bekommen“, sagt Krause.

Das Familienbüro bietet weiterhin Sprechstunden für Eltern an. In der aktuellen Situation habe es bisher nur zwei Anfragen gegeben, berichtet die Koordinatorin. Krause vermutet, dass die meisten zunächst Bekannte ansprechen. „Es gab noch keine Anrufe, wo Familien in Sorge waren.“ Vergangenen Donnerstag habe sie sich mit Eltern am Bastelzaun durchweg positiv ausgetauscht.

Außerdem werden im Familienzentrum dieser Tage Masken genäht, wofür Stoffspenden angenommen werden. Dieser Aufgabe hat sich vor allem Susanne Bode- Ilse, 1. Vorsitzende des Trägervereins Mütterzentrum, angenommen. Auf der Facebook-Seite werden ab der kommenden Woche unter dem Motto „Einfach, lecker, preiswert“ auch Kochrezepte im Videoformat angeboten. Und mehrere hundert Zettel mit Quizzen und Witzen werden in den kommenden Tagen in Hann. Münden verteilt.

Kontakt: Familienzentrum Hann. Münden, Kurhessenstr.4, Tel. 0  55  41/24  85, E-Mail: muezeev@t-online.de, auch über den Facebook-Messenger über „Familienzentrum Hann. Münden“

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