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Ärger über Silvestermüll in Hann. Münden

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Von: Fabian Diekmann

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Der Silvestermüll lag auch noch Tage später vor einigen Wohnhäusern im Bereich Vogelsang.
Der Silvestermüll lag auch noch Tage später vor einigen Wohnhäusern im Bereich Vogelsang. © Antje von Samson/NH

Auch einige Tage nach dem Jahreswechsel war der hinterbliebene Müll noch Thema in Hann. Münden.

Hann. Münden – Obwohl Antje von Samson den Spaß am Feuerwerk in der Silvesternacht verstehen kann, hat der Neujahrstag bei ihr, wie bei vielen anderen Menschen in der Region, einen sauren Beigeschmack hinterlassen. Vor ihrem Haus im Bereich Vogelsang in Hann. Münden war in der Nacht zum Sonntag geböllert worden.

Das war allein am Müll ersichtlich, der bis Montag noch auf ihrem Grundstück lag. Wer ihn dort hinterlassen hat, weiß von Samson nicht. Sorgen mache sie sich vor allem um „Blindgänger“, die Kinder finden könnten, und die Umwelt, da mit dem Regen viele Schadstoffe aus den Feuerwerkskörpern ins Grundwasser gelangen könnten. Außerdem sei ihre Abfalltonne nur durch den Silvestermüll bereits voll gewesen.

Ordnungsamt: Betroffene Anwohner sollten Müllverursacher anzeigen

Wie Mathias Simon, Pressesprecher der Stadt Hann. Münden mitteilt, gingen bisher keine Beschwerden beim Ordnungsamt ein. Dessen Empfehlung sei es, dass Anwohner die Müllverursacher anzeigen sollten, wenn ihnen deren Identität bekannt ist. Für die Entsorgung seien laut Bürgerlichem Gesetzbuch die Grundstückseigentümer selbst verantwortlich, auch wenn sie den Müll nicht verursacht haben.

Laut Kommunalen Diensten entstand auf den ausgewiesenen Abbrennplätzen am Rattwerder und Tanzwerder, auf denen ohne Einschränkungen geböllert werden durfte, zwar mehr Müll als in den vergangenen beiden Jahren, in denen das Zünden von Feuerwerk wegen Corona nur eingeschränkt möglich war, aber das Niveau von vor der Pandemie sei nicht übertroffen worden.

Bereits seit 2009 gibt es in Münden Verbotszonen vor allem in Wohngebieten mit Krankenhäusern oder Altersheimen oder im Innenstadtbereich mit seinen Fachwerkhäusern. Trotzdem kam es auch dort zu Verstößen.

Hinweise auf illegales Böllern in der Innenstadt

Jasmin Kaatz, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Göttingen, sagt, dass bei der Polizei vereinzelte Hinweise auf illegales Böllern in der Innenstadt eingingen. Die Polizei sei diesen auch nachgegangen, aber das Zuordnen der Feuerwerkskörper zu einzelnen Tätern sei schwierig, weshalb es zu keinen Ermittlungen gekommen sei. (fad)

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