Stadt startet Bürgerbeteiligung

Aktionsplan gegen Lärm in Hann. Münden

Seltener Anblick: Die Bundesstraße 496 führt durch Hann. Münden und ist oftmals voller Auto- und Lastwagenverkehr. Auf dem Bild ist sie ausnahmsweise mal leer. Die Anwohner leiden unter dem Straßenlärm. 
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Seltener Anblick: Die Bundesstraße 496 führt durch Hann. Münden und ist oftmals voller Auto- und Lastwagenverkehr. Auf dem Bild ist sie ausnahmsweise mal leer. Die Anwohner leiden unter dem Straßenlärm. 

Mehrere Bundesstraßen, die A7 und Haupteisenbahnstrecken: Viele Einwohner der Stadt Hann. Münden sind vom Lärm betroffen.

Hann. Münden – Die Stadtverwaltung arbeitet derzeit an einem Lärmaktionsplan (LAP), um geeignete Vorschläge zur Minderung der Lärmbelastung zu erarbeiten. Dazu ist die Stadt nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz verpflichtet. Ziel sei es, diejenigen Anwohner, die vom Verkehrslärm besonders betroffen seien, zu ermitteln und künftig vor den gesundheitlich negativen Auswirkungen von Lärm zu schützen.

Dazu würden die Bereiche kartiert, die besonders betroffen seien. In Hann. Münden seien das insbesondere Teilabschnitte der Bundesstraßen B3, B496, etwa in den Bereichen Kasseler Straße und Veckerhägerstraße, der B80 in den Stadtteilen Blume und Hermannshagen sowie die Autobahn 7 (siehe Grafik). Laut Verwaltung sind rund 800 Menschen in der Stadt tagsüber mit 55 bis 70 db(A) und 600 Menschen nachts durch Straßenlärm mit 50 bis 60 dB(A) belastet. Der Verkehrslärm beeinträchtige das Stadtleben und seine Bewohner. Wichtig sei daher die Ausweisung sogenannter „Ruhiger Gebiete“, die vor einer weiteren Zunahme von Lärm geschützt werden müssten.

Auf Grundlage der bisherigen Kartierungen möchte die Stadt nun Strategien zur Lärmminderung erarbeiten. Dazu sollen die Bürger beteiligt werden. Ein Entwurf des Lärmaktionsplanes mit weiteren Informationen stehe im Zeitraum vom 9. November 2020 bis zum 7. Januar 2021 auf der Webseite der Stadt unter: hann.muenden.de/Rathaus-Politik/Bauen-Wohnen/Lärmaktionsplanung bereit. Zusätzlich könne der Entwurf in dieser Zeit in der Verwaltungsstelle, Böttcherstraße 3, Fachbereich 5 – Stadtentwicklung, während der Dienstzeiten eingesehen werden. Eine vorherige Terminvereinbarung unter Telefon: 05541-75228 oder per E-Mail an weinert@hann.muenden.de ist dafür nötig.

Auf der Webseite stehe zudem ein Fragebogen für die Öffentlichkeitsbeteiligung bereit. Gedruckte Fragebögen gebe es auch in der Rathauswache oder in der Böttcherstraße. Die Verwaltung hoffe, zu einem späteren Zeitpunkt auch eine Präsenzveranstaltung zum Thema anbieten zu können. Wegen der Corona-Pandemie sei dies aktuell nicht möglich. Betroffene Bürger können den Fragebogen, ihre Anregungen und Hinweise bis zum Ende der Auslegungsfrist am 7. Januar schriftlich oder per E-Mail an weinert@hann.muenden.de bei der Stadt abgeben.

Die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung sollen in die Lärmaktionsplanung einfließen. Der neue Lärmaktionsplan soll Ende Februar 2021 erneut vorgestellt und Ende April vom Rat beschlossen werden. (Von Thomas Schlenz)

Kartierung: Straßenlärm in Hann. Münden.

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