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Neujahrsempfang in Hann. Münden: Bürgermeister Dannenberg spricht von Herausforderungen

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Von: Per Schröter

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Bürgermeister Tobias Dannenberg (rechts) begrüßete die Gäste beim Neujahrsempfang 2023 in Hann. Münden.
Bürgermeister Tobias Dannenberg (rechts) begrüßte die Gäste beim Neujahrsempfang 2023 in Hann. Münden. © Per Schröter

Bei seinem ersten Neujahrsempfang als Bürgermeister der Stadt Hann. Münden schwor Tobias Dannenberg die Gäste auf schwierige Zeiten ein.

Hann. Münden – Nach zuletzt zwei Jahren ohne Neujahrsempfang waren rund 200 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Industrie, Handwerk und Handel sowie von Vereinen und Institutionen in den unteren Rathaussaal gekommen, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen. „Wir blicken auf ein bewegtes Jahr zurück, in dem wir in unserer Stadt einiges voranbringen konnten“, begann Tobias Dannenberg seine Ansprache.

„Doch es gab und gibt gerade im Hinblick auf das Weltgeschehen weiterhin Entwicklungen, die wir alle mit Besorgnis verfolgen.“ Zahlreiche Krisen in Weltwirtschaft und Gesellschaft, die andauernde Corona-Lage und der Krieg in der Ukraine würden spürbare Konsequenzen mit sich führen und auch „uns in Hann. Münden“ vor neue Herausforderungen stellen.

Wurde geehrt: Henryk Kowalczyk (links) mit Ehefrau Rosi und Bürgermeister Dannenberg.
Wurde geehrt: Henryk Kowalczyk (links) mit Ehefrau Rosi und Bürgermeister Dannenberg. © Per Schröter

„Hohe Inflationsraten, Materialknappheit und daraus resultierende Lieferkettenprobleme sowie die steigenden Energie- und Lebensmittelkosten sind Ausmaße, die vor einem Jahr nicht absehbar waren“, betonte Dannenberg. Ein bereits seit Jahren andauerndes Thema sei die finanzpolitische Lage Hann. Mündens.

Auch wenn 2022 nach zuvor zwei haushaltslosen Jahren der städtische Haushalt erstmals wieder genehmigt wurde, sei es das Ziel von Rat und Verwaltung, gemeinsam weitere Einsparmöglichkeiten zu finden, um die Stadt langfristig auf finanziell sichere Beine zu stellen. „Die Lage ist weiterhin alles andere als entspannt“, mahnte der Bürgermeister. „Das Wichtigste ist jedoch, dass wir auf eine bisher gute Zusammenarbeit zwischen den Rat und der Verwaltung bauen können.“

Alle hätten die Zeichen der Zeit erkannt „und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um Hann. Münden gemeinsam nach vorne zu bringen“, versprach Tobias Dannenberg. „Denn eines ist uns allen klar: Nur gemeinsam können wir Positives für unsere Stadt erreichen.“

Für sein Engagement in den Bereichen Jugendfußball, Städtepartnerschaften, Denkmalsanierung und Denkmalkunst wurde Henryk Kowalczyk (Bild links) als erstem Mündener überhaupt der Ehrenbrief der Stadt verliehen. Beim Neujahrsempfang der Stadt Hann. Münden blickte Bürgermeister Tobias Dannenberg am Freitagabend auch auf im vergangenen Jahr erfolgreich angestoßene oder zum Abschluss gebrachte Projekte zurück. „Hier ist die Wiedereröffnung der Kita St. Blasius nach der notwendigen Sanierung durch einen Wasserschaden vor über vier Jahren genauso zu nennen wie die Fertigstellung und Einweihung des Kinderspielplatzes an der Grundschule Königshof“, so Dannenberg.

„Ganz besonders freue ich mich, dass der in Volkmarshausen im Ausbau befindliche Bike-Park im vergangenen Herbst bereits zu einer Testphase geöffnet werden konnte.“ Der Bike-Park sei ein „einzigartiges Angebot für Kinder und Jugendliche in unserer Region“ und werde nach der Fertigstellung nicht nur ihnen eine tolle Möglichkeit bieten, sich draußen auszupowern, sondern mit Sicherheit auch die Herzen vieler Mountainbike-Fans höherschlagen lassen.

Was den lokalen Einzelhandel und die Gastronomie in der Stadt angehe, habe die Corona-Pandemie beiden in den letzten drei Jahren „immens zugesetzt“ und sie vor existenzielle Ängste gestellt.

„Umso erfreulicher ist es, dass unsere lokalen Unternehmen der Krise standgehalten haben und wir sogar mehr Geschäftseröffnungen als Schließungen verzeichnen können“, sagte Dannenberg. Um die Angebotsvielfalt in der Innenstadt weiter anzukurbeln, sei im Mai das Projekt „Pop-Up-Store“ auf den Weg gebracht worden, das auf durchweg positive Resonanz gestoßen sei. „Es wird jedoch auch weiterhin eine große Aufgabe bleiben, den Wirtschaftsstandort Hann. Münden zu stärken“, betonte der Bürgermeister.

Beim Ausblick auf die kommenden Jahre nannte Dannenberg zunächst den anstehenden Ausbau des Rattwerders sowie den nächsten Bauabschnitt des historischen Rathauses. „Nach erfolgreicher Sanierung des Dielengrabens und der Wanfrieder Schlagd werden wir nun auch den Ausbau der Bremer Schlag in Angriff nehmen, um das Gesamtbild der Schlagden als Aufenthaltsort zu komplettieren“, fuhr er fort. Weitere Ziele seien die Entwicklung der Innenstadt, das Einbinden von Kindern und Jugendlichen bei einzelnen Projekten zum Schaffen altersgerechter Angebote, der Glasfaserausbau sowie die Weiterentwicklung „des in seiner Wichtigkeit bedeutsamen Wochenmarktes“ durch Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing. (Per Schröter)

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