Musikschule und Kulturzentrum

Sanierung beendet: Alles neu im Mündener „Cult-Café

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Hausrundgang mit Musik im Ochsenkopf: Heike Catalan (links) und Christian Möller (rechts) gaben einen kleinen Vorgeschmack für das Frühlingskonzert im März 2017.

Hann. Münden. Das Gebäude „Ochsenkopf" in Hann. Münden erstrahlt in neuem Glanz und erhält einen neuen Namen: Cult-Café. Die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen sind abgeschlossen.

Das historische Fachwerkhaus steht nun wieder als Musikschule und Kulturzentrum zur Verfügung. Nur noch einige auf dem Boden liegende Kabel und Bretter wiesen am Abend der Wiedereröffnung auf die Arbeiten der Handwerker hin.

„Wir haben alle Regale abgestaubt und Bücher wieder eingeräumt“, sagte Christian Möller, Leiter der ff-Musikschule, und lacht. Sichtlich erfreut, dass die Arbeiten abgeschlossen sind, stellte Möller bei einem Rundgang mit musikalischen Einlagen die neuen Räumlichkeiten vor. „Wir haben einige lustige Monate hinter uns. Nun ist der Ochsenkopf das wohl sicherste Gebäude Europas“, scherzte er.

Der Ochsenkopf hatte nicht die Brandschutzauflagen nach heutigem Stand erfüllt. Die Decke des Ergeschosses wurde saniert. „Von unten wurde die Decke neu verkleidet. Von oben wurde der Fußboden neu ausgelegt“, erklärte Jens Steinhoff, Prokurist der Immobilien- und Vermietungsgesellschaft (IVM). Die IVM ist der Hauseigentümer des Gebäudes und daher für die Sanierung zuständig. Außerdem seien neue Fenster in die Außenfassade gesetzt worden, so Steinhoff.

„Die Eingangstür wurde für Veranstaltungen ertüchtigt. Weil im Haus Veranstaltungen stattfinden, muss sie nach außen aufschlagen.“ Auf dem Dachboden gibt es zwei Kabinen, die Möller als Lager- und Übungsraum nutzt. Im Übungsraum wurde ein zweiter Rettungsweg, der losgelöst vom Haupteingang ist, errichtet. Beide Kabinen sind nun feuerfest. „Falls die Instrumente darin einmal Feuer fangen sollten, kann das Feuer nicht aus den Kabinen ausbrechen“, sagte Steinhoff.

Die Kosten des Umbaus zum Kulturzentrum beliefen sich auf 180 000 Euro. Die Arbeiten seien alle nach Plan verlaufen, böse Überraschungen habe es keine gegeben, sagte Steinhoff.

Überraschungen, allerdings nette, gab es hingegen am Abend der Besichtigung. Gemeinsam mit Heike Catalan, die neu in Hann. Münden ist und zukünftig im Ochsenkopf musizieren und unterrichten wird, gab Möller mit Beethovens „Frühlingssonate“ einen ersten Geschmack auf das Frühlingskonzert am 21. März 2017. Karten sind ab dem 27. Dezember im Vorverkauf in der Buchhandlung Winnemuth zu einem Preis von 18 Euro erhältlich. Lieder von Roger Cicero sang Gino. Zum Schluss gab es originale eritreische Musik an Trommel, Klavier und Mikrofon: Vier Flüchtlinge aus Eritrea gaben mit zwei Liedern zum Besten, was sie im Kulturzentrum bisher gelernt haben. (csa)

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