Alte Opel in Imbsen: Erinnerungen an die Jugendzeit

Fachsimpelei: Matthias Teipel (links) und Ralf Buschbeck begutachten den Motorraum von Teipels Kadett B Caravan.

Imbsen. Ein echtes Eldorado für Opel- und Oldtimerfans war am Wochenende die große Wiese an der Imbsener Grillhütte.

Dort veranstaltete der „Kadett B- und Olympia A- Club Deutschland" sein Jahrestreffen, zu dem rund 70 Teilnehmer aus ganz Deutschland mit ihren rollenden Schätzchen angereist waren.

Zwischen 1965 und 1973 über 2,7 Millionen mal gebaut, zählte der Kadett B seinerzeit zu den beliebtesten Opel-Modellen. Als Luxusvariante mit zum Verwechseln ähnlicher Karosserie, aber gehobener Ausstattung gesellte sich der Olympia A zwischen 1967 und 1970 dazu. Er wurde weltweit immerhin 89 000 mal verkauft.

Echte Raritäten 

„Vom Olympia A gibt es nur noch ganz wenige in Deutschland“, betont Clubmitglied Ralf Buschbeck. Daher seien die „Olympias“, die beim Treffen zu sehen seien, auch echte Raritäten, so der Melsunger.

„Autos gehen schließlich nur dann kaputt, wenn sie herumstehen.“

Erfinderisch: Im Prachtstück gleich übernachten, das hat etwas. Fotos:  Schröter

Allerdings gab es in Imbsen auch andere seltene Stücke zu sehen. Etwa ein Rallye-Coupé L („Kiemen-Coupé“) Baujahr 1967 oder einen Kadett Sprint mit 1,9-Liter HL-Motor (HL für Hochleistung), zwei Weber-Doppel-Fallstromvergasern und 106 PS. Dieses Fahrzeug, das eigens für Sportfahrer entwickelt worden war, wurde von Opel in keiner Kadett-B-Preisliste aufgeführt. Er wurde nur in kleinen Serien aufgelegt, wenn genug Bestellungen vorlagen, und kostete rund 10.000 Mark.

„Einen Kadett B zu fahren, ist für mich ein Stückweit auch Erinnerung an meine Jugend“, sagt Matthias Teipel. Als er noch gar keinen Führerschein gehabt habe, seien seine drei älteren Brüder schon dieses Auto gefahren. „Da war ich natürlich vorbelastet und so wurde mein erstes eigenes Auto auch ein Kadett B“, so der Imbsener. Weil das einfach „ein geiles Auto“ mit viel Platz und einer wunderschönen Karosserie sei, habe ihn diese Leidenschaft nie losgelassen. „Ich habe auch heute noch zwei Kadett B, ein Coupe und einen Caravan“, sagt Teipel. Beide fahre er das ganze Jahr über. „Auch bei Regen und Schnee“, betont er. „Autos gehen schließlich nur dann kaputt, wenn sie herumstehen.“

Geeignete Fläche 

Seit rund zwei Jahren ist Matthias Teipel nun auch Mitglied im „Kadett A und Olympia B Club Deutschland“. Ganz schnell sei ihm da die Idee gekommen, das jährliche Treffen einmal bei sich im Ort zu veranstalten. „Auf der Fläche hier an der Grillhütte richtet unser Bulldog-Club ja auch immer das große Bauernfest aus und daher weiß ich, dass sie bestens für solche Veranstaltungen geeignet ist“, sagt er. „Außerdem ist die Lage hier in der Mitte Deutschlands geradezu ideal für solch ein Treffen, bei dem die Teilnehmer aus allen Landesteilen kommen“, ergänzt Ralf Buschbeck.

Oldtimermeeting in Imbsen

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