Wohnungen und Geschäftsräume

Altes Pfarrhaus in Hann. Münden wird entkernt - Geschäft soll im Juli 2022 eröffnen

Günther Bokemeyer und Bettina Wuth auf der Baustelle im Erdgeschoss.
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Günther Bokemeyer und Bettina Wuth auf der Baustelle im Erdgeschoss.

Die Sanierung des Alten Pfarrhauses in Hann. Münden schreitet voran. Es soll ein Geschäft eröffnet werden, Gespräche dazu laufen. Auch Wohnraum soll entstehen.

Hann. Münden – Neues Leben im Alten Pfarrhaus. Das haben sich Günther Bokemeyer und seine Partnerin Bettina Wuth auf die Fahne geschrieben. Sie haben das stattliche Gebäude gegenüber der St. Blasius-Kirche Anfang des Jahres erworben und wollen es nun „aufwerten“.

Altes Pfarrhaus in Hann. Münden wird „entbeint“

„Wir wollen bis 1. Juli 2022 mit der zweistöckigen Geschäftsfläche fertig sein“, sagt Bokemeyer. Man sei mit einem Interessenten „kurz vor dem Vertrag“. Allerdings müssen noch einige Genehmigungen erteilt werden. Man befinde sich im intensiven Austausch mit dem Bauamt der Stadt Münden und der Denkmalschutzbehörde.

Bettina Wuth und Günther Bokemeyer wollen das Alte Pfarrhaus am Mündener Kirchplatz zu einem Wohn- und Geschäftshaus entwickeln. Dafür suchen sie Anregungen, die sie via Mail sammeln.

„Wir haben viel von der historischen Bausubstanz freigelegt und wollen nun schauen, wie wir es am besten erhalten können“, sagen die Beiden. Momentan entkernen sie das historische Gebäude mit einigen Helfern. „Wir entbeinen es komplett, auch die Fassade soll noch gemacht werden“, sagt Bokemeyer. Zudem wurden durch die Wegnahme von Wänden neue Fluchtwege geschaffen.

Genehmigungen und Corona machen Zeitplan schwierig

Wer genau den Laden im Erd- und ersten Geschoss betreiben soll, will er noch nicht sagen. Bauliche Änderungen werden auch an den anderen drei Stockwerken vorgenommen. Der Komplex im zweiten Obergeschoss soll eine einzelne Wohnung werden, im dritten und darüber soll eine „zweizügige Wohnung“ entstehen. Wann dies abgeschlossen sein werde, können die Beiden noch nicht sagen. „Es kommt auf die Genehmigungen an und darauf, wie es mit Corona weitergeht“, so Bokemeyer.

Das Alte Pfarrhaus in Hann. Münden: Es wird gerade saniert. Der Stern im Fenster soll an die ehemaligen Eigentümer und Bewohner erinnern.

Bei der Umsetzung arbeitet er mit regionalen Betrieben zusammen. Beispielsweise habe die Firma Stemmer sich um die Container für den Bauschutt gekümmert. Von Photo Burkhardt hat Bokemeyer zahlreiche historische Aufnahmen des Gebäudes erstanden, die er für die Sanierungsarbeiten nutzen will. „Wir wollen die historische Eingangstür rekonstruieren“, verrät der Bauherr. Ziel sei es auch, das Gebäude barrierefrei zu erschließen. Bokemeyer war lange selbstständig in der Baubranche. Wie viel sie der Kauf gekostet hat, darüber schweigen Bokemeyer und Wuth. Sie planen allerdings eine Investitionssumme von rund 600 000 Euro. Auf ein E-Mail-Konto konnten Mündener ihre Ideen für die Entwicklung des Hauses schicken. „Wir bedanken uns bei allen“, sagt Bokemeyer. (Jens Döll)

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