Genossenschaft zufrieden

Angler kontrollieren Flüsse bei Hann. Münden

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Angeln in den Abendstunden: An den Flüssen Weser, Fulda und Werra wurde das am vergangenen Wochenende kontrolliert.

Die Fischereigenossenschaft Hann. Münden hat in den Abendstunden kürzlich erstmals gemeinsam mit allen Fischeraufsehern der Flüsse Weser, Fulda und Werra Angler kontrolliert.

Im Einsatz waren insgesamt elf Teams mit jeweils zwei bis drei Aufsehern. Über die Ergebnisse berichtet Ronald Schminke von der Fischereigenossenschaft Münden in einer Mitteilung.

Weser

Der Flusslauf der Weser wurde von Hann. Münden bis ins nordrhein-westfälische Beverungen (Landkreis Höxter) kontrolliert. Sechs Teams überprüften von 18 Uhr bis 24 Uhr insgesamt 41 Angler. Zwischen Gimte und Hemeln wurden zwei Angler wegen geringfügiger Verstöße ermahnt.

Bei Beverungen beteiligte sich der Fischereiverein Oberweser an der Aktion und kontrollierte 15 Angler. Hier wurden zwei Grundangeln und ausgelegte Schnüre aufgefunden. Polizeibeamte aus Höxter nahmen das Vergehen anschließend auf. Es wurde eine Strafanzeige wegen Fischwilderei und unerlaubter Fischereipraktiken aufgenommen. Die verwendeten Angelgeräte wurden beschlagnahmt.

Fulda

Entlang der Fulda kontrollierten vier Teams gemeinsam mit der Kasseler Wasserschutzpolizei. Laut Polizeihauptkommissar Alexander Lorch wurden keine schwerwiegenden Verstöße festgestellt, aber mehrere Ermahnungen ausgesprochen, die das Verhalten am Gewässer und die erforderliche Ordnung betrafen. So seien mehrere Angler mit „kleinen Osterfeuern“ an ihren Angelplätzen angetroffen worden.

Werra

Die Werra wurde von der hessischen Landesgrenze hinter Hedemünden bis zur alten Werrabrücke in der Drei-Flüsse-Stadt kontrolliert. Hierbei war laut Ronald Schminke nichts zu beanstanden. Alle erforderlichen Papiere wie der Jahresfischereischein und der Erlaubnisschein waren vorhanden.

Positives Fazit der Anglerkontrolle um Hann. Münden

Ronald Schminke von der Fischereigenossenschaft bewertet die Kontrollaktion als positiv: „Uns ist es wichtig, die Ordnung an den Gewässerstrecken der Fischereigenossenschaft zu erhalten, nachdem wir das Nachtangelverbot vollständig aufgehoben haben“, sagt Schminke.

Die Aktion habe gezeigt, dass sich die meisten Angler ordentlich verhielten. „Den wenigen Umweltsündern werden wir Ermahnungen aussprechen und im Wiederholungsfall sind Platzverbote und Anzeigen angesagt,“ sagt Schminke. Fischwilderei, also das Angeln ohne Erlaubnis, werde hingegen grundsätzlich mit einer Strafanzeige geahndet.

Die Genossenschaft wird auch in der Zukunft in großem Rahmen kontrollieren: „Die Ordnung am Gewässer und der Tierschutz stehen dabei im Vordergrund des Handelns, aber auch der Lern- und Abschreckungseffekt ist hilfreich“, sagt Schminke.

Hinweise zum Angeln um Hann. Münden

Wer an einem Gewässer angeln möchte, an dem er nicht Fischereiberechtigter ist, muss einen Jahresfischereischein und einen Fischereierlaubnisschein mit sich führen. Der Erlaubnisschein wird in der Regel von den Fischereigenossenschaften ausgestellt, den Jahresfischereischein gibt es bei den Gemeinden. „Verboten ist es zum Beispiel, mehr als zwei Angeln zu verwenden“, sagt Ronald Schminke von der Fischereigenossenschaft Münden. 

In manchen Fällen würden Angler eine Schnur etwas abseits des Angelplatzes als zusätzliches Fangerät verwenden – das sei nicht erlaubt. Ein Vergehen ist es laut Schminke auch, Fische zu töten, die noch nicht die erforderliche Mindestgröße haben. Laut Schminke ist das bei Hechten und Zandern zum Beispiel erst ab einer Länge von 50 Zentimetern der Fall. 

Eine Ordnungswidrigkeit begehen Angler laut dem Niedersächsischen Fischereigesetz auch, wenn sie auf oder an Gewässern, an denen sie keine Erlaubnis besitzen, Fischereigeräte mitführen, mit denen sofort geangelt werden könnte. Außerdem, wer beim Fang verbotene Mittel einsetzt: Dazu zählen unter anderem Sprengstoff, Betäubungsmittel und Gift. 

Verboten ist es auch Leuchten und Fackeln zu verwenden, die dazu dienen, Tiere anzulocken oder zusammenzutreiben. Untersagt sind Schusswaffen, Speere, Harpunen oder Schlingen. Die im Fischereigesetz festgehaltenen Ordnungswidrigkeiten können mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden. 

Wer Interesse am Angeln hat, der kann sich beim Verein der „Fischfreunde zu den drei Strömen Hann. Münden“ informieren. Bei einer entsprechenden Teilnehmerzahl planen die Angler, im Oktober einen Fischereilehrgang zur Erlangung des Fischereischeins anzubieten. Weitere Informationen dazu gibt es auf dem Internet-Auftritt der Fischfreunde.

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