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Arbeitsmarkt in der Region Hann. Münden: Chance für Frauen selten so gut

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Von: Ekkehard Maass

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Schild Bundesagentur für Arbeit mit Menschen im Hintergrund.
Die Agentur für Arbeit hat die Arbeitslosenstatistik für den Monat Oktober im Jahr 2022 veröffentlicht. (Symbolbild) © Patrick Seeger/dpa

Der Arbeitsmarkt in der Region Hann. Münden entwickelt sich stabil. Der Fachkräftemangel ist aber ein Problem. Die Chancen für Frauen seien gerade gut wie nie.

Altkreis Münden – Trotz aller wirtschaftlichen Herausforderungen für die Unternehmen präsentiert sich der Arbeitsmarkt in der Region stabil und solide. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsmarktagentur Göttingen in ihrem Monatsbericht für den Oktober.

Raum Hann. Münden: Arbeitsmarkt stabil und solide

Im Geschäftsstellenbezirk Hann. Münden, zu dem neben der Stadt Hann. Münden auch die Samtgemeinde Dransfeld und die Gemeinde Staufenberg gehören, waren im Oktober 1010 Frauen und Männer ohne Arbeit, im September waren es 1009 gewesen. Die Arbeitslosenquote lag wie im September bei 4,6 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 4,2 Prozent gelegen.

Im Raum Südniedersachsen mit den Landkreisen Northeim und Göttingen sank die Zahl der Arbeitslosen im Oktober gegenüber dem Vormonat um 144 auf 13 480. Das entspricht einem Minus von 1,1 Prozent. Allerdings sei dieser saisonal übliche Rückgang etwas hinter der durchschnittlichen Oktober-Entlastung des Arbeitsmarktes in den vergangenen Jahren zurückgeblieben.

Fachkräftemangel im Raum Hann. Münden immer noch Thema

„Den Wert des Vorjahresmonats übersteigt die aktuelle Arbeitslosenzahl allerdings um 1098 beziehungsweise 8,9 Prozent“, heißt es im Arbeitsmarktbericht. Darin spiegelten sich insbesondere auch die ukrainischen Geflüchteten wider, die seit Juni von den Jobcentern betreut werden. Auch die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen habe sich gegenüber dem Vormonat leicht verbessert. Im Oktober meldeten Wirtschaft und Verwaltung insgesamt 967 Arbeitsangebote, 5,7 Prozent mehr als im September. „Dass der Arbeitsmarkt sich trotz vielfältiger Herausforderungen recht solide präsentiert, hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels ihre gut ausgebildeten und eingearbeiteten Beschäftigten halten wollen.

Denn in vielen Bereichen können Betriebe nicht sicher sein, eine freie Stelle zeitnah neu- oder wiederzubesetzen. Das Thema Fach- und Arbeitskräftemangel begleitet uns also inzwischen auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen“, so Klaus Voelcker, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Göttingen.

Landkreis Göttingen: Chancen für Frauen immens gut

Frauen, die nach einer Familienpause den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt suchen, haben laut Arbeitsagentur aktuell gute Chancen. Grund sei der hohe Fach- und Arbeitskräftemangel. Eine Möglichkeit, die Nachfrage von Unternehmen zu decken, sieht Klaus Voelcker, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Göttingen, in einer Erhöhung der Erwerbstätigkeit von Frauen.

„Viele Frauen unterschätzen die Chancen für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung während oder nach einer Familienphase. Dabei sind die Chancen so gut wie selten zuvor“, sagt Voelcker. Um gerade Frauen über die Chancen am Arbeitsmarkt, über Arbeits-, Einstiegs- und Qualifizierungsangebote zu informieren, bietet die Agentur für Arbeit gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft Stadt und Landkreis Göttingen am Donnerstag, 03.11.2022, in der Zeit von 9 bis 13 Uhr, einen Frauen-Info-Tag in der Göttinger Arbeitsagentur an.

Laut Arbeitsagentur sind 46,7 Prozent der Arbeitslosen in der Region weiblich. Von den 180 784 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in den Landkreisen Göttingen und Northeim seien 47,9 Prozent Frauen. Mit 57,5 Prozent stellten sie den größeren Teil der 38 126 geringfügig entlohnten Beschäftigten in der Region.

In Südniedersachsen entwickelt sich der Arbeitsmarkt recht unterschiedlich

Im Altkreis Münden mit der Stadt Hann. Münden, der Samtgemeinde Dransfeld und der Gemeinde Staufenberg waren im Oktober 500 Frauen ohne Arbeit. Das entspricht einem Anteil an der Gesamtzahl der Menschen ohne Job von 49,5 Prozent. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen ist im Oktober um vier auf 563 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gebe es 99 Arbeitsstellen mehr, berichtet die Arbeitsagentur Göttingen. „Arbeitgeber meldeten im Oktober 135 neue Arbeitsstellen, 77 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 971 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 177.“

Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich in Südniedersachsen im Oktober recht unterschiedlich. Die Spanne der Arbeitslosenquoten reichte von 3,4 Prozent in Duderstadt bis 6,2 Prozent in Osterode. Mit 4,6 Prozent hatte der Raum Münden den zweitniedrigsten Wert. 1010 Frauen und Männer waren im Altkreis Münden ohne Arbeit. Das waren 74 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. (Ekkehard Maaß)

Nicht nur mit freien Stellen kämpfen die Betriebe im Raum Hann. Münden. Auch die Energiekrise macht ihnen zu schaffen, vor allem den Bäckern.

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