Bilanz für März 2021

Arbeitsmarkt im Raum Hann. Münden: Langzeitarbeitslose profitieren nicht

Die Lage am nordhessischen Arbeitsmarkt bleibt stabil: Wolfhagen hat erneut die geringste Arbeitslosenquote im Gesamtbezirk.
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Langzeitarbeitslose profitieren nicht von dem leichten Aufschwung. (Symbolbild)

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Göttingen mit der Region Hann. Münden entspannte sich im März 2021. Langzeitarbeitslose profitierten davon aber nicht.

Landkreis Göttingen – In Südniedersachen mit den Landkreisen Göttingen und Northeim fiel die Zahl der Ar beitslosen im März im Vergleich zum Februar leicht. Das berichtet die Göttinger Agentur für Arbeit.

Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Göttingen sank

Die Zahl sank um 449 Arbeitslose und 3 Prozent. Laut Agentur bildet dies die saisonale Entwicklung ab und zeigt eine leichte Frühjahrsbelebung auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat allerdings zeige sich deutlich, wie sich die Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Es wird ein Plus von 1732 Arbeitslosen (13,5 Prozent) im Vergleich von März 2020 zu März 2021 abgebildet. Insgesamt sind im Landkreis Göttingen 14 609 Menschen als arbeitslos gemeldet, was einem Wert von 6 Prozent (Vorjahreswert: 5,3 Prozent) entspricht. Zudem liege die Zahl der neu gemeldeten Stellenangebote unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Corona-Krise wirkt sich weiter negativ aus

Im Geschäftsbezirk Hann. Münden, der den Altkreis Münden mit der Stadt Hann. Münden, Gemeinde Staufenberg und der Samtgemeinde Dransfeld umfasst, hat sich die Zahl der Arbeitslosen von Februar auf März um 75 auf 1144 Personen verringert. Das waren 60 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 5,1 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 4,9 Prozent. Dabei meldeten sich 190 Personen arbeitslos, 61 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 262 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um 26 Stellen auf 334 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 29 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im März 78 neue Arbeitsstellen, elf mehr als vor einem Jahr.

Menschen ohne Ausbildung besonders gefährdet

Laut Klaus Voelcker, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Göttingen, hätten alle Gruppen, mit Ausnahme der Langzeitarbeitslosen, von den Entwicklungen profitiert. Besonders für Menschen ohne Ausbildung sei das Risiko hoch, langzeitarbeitslos zu werden. Als solche gelten Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind. (Jens Döll)

Arbeitsmarkt in Zahlen

Deutschland: März 2021: 2,83 Millionen Arbeitslose, minus 76 964 gegenüber Februar 2021. Quoten: 6,2 Prozent gegenüber 6,3 Prozent im Februar 2021 und gegenüber 5,1 Prozent im März 2020.

Hessen: März 2021: 191 225 Arbeitslose, minus 6641 gegenüber Februar 2021. Quoten: 5,5 Prozent gegenüber 5,7 Prozent im Februar 2021 und gegenüber 4,5 Prozent im März 2020.

Niedersachsen: März 2021: 261 259 Arbeitslose, minus 7778 gegenüber Februar 2021. Quoten: 6,0 Prozent gegenüber 6,1 Prozent im Februar 2021 und 5,1 Prozent im März 2020.

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