Ein Blick ins 16. Jahrhundert

Archäologen begleiteten Bauarbeiten am Welfenschloss

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Vorstellung der Archäologiefunde: Unser Bild zeigt (von links) Architekt Andreas Schmidt-Maas, Planungsgemeinschaft Landschaft und Freiraum in Kassel, Frank Wedekind und Agathe Palka, Streichardt & Wedekind Archäologie in Göttingen, Marcus Rogge, Leiter des Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen, und Stadtdenkmalp fleger Burkhardt Klapp. 

Die große Neugestaltung des Platzes vor dem Welfenschloss in Hann. Münden steht noch aus.

Wie es dort weitergeht, werde erst entschieden, wenn das Großprojekt, die Umgestaltung der Wanfrieder Schlagd zu einer Uferpromenade, abgeschlossen und auch abgerechnet sei, so Julia Bytom Sprecherin der Stadt Hann. Münden. Fertig ist dagegen der barrierefreie Zugang zu den Räumen des Amtsgerichts im Westflügel des Welfenschlosses. Gebaut wurde er im Auftrag des Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen. 

Jetzt wurde er im Rahmen eines Ortstermins vorgestellt. Die Baumaßnahme sei in Abstimmung mit der Stadtverwaltung sowie dem Denkmalschutz und der Stadtbildpflege entstanden, so Marcus Rogge, Leiter des Baumanagements. Es handelt sich um einen etwa 30 Meter langen Weg aus Sandsteinplatten, der zu einer Rampe vor dem Gerichtseingang führt.

Einen Blick in das 16. Jahrhundert ermöglichten die Experten des Göttinger Unternehmens „Streichardt & Wedekind Archäologie“, die die Bauarbeiten archäologisch begleiteten. In einer Tiefe von etwa einem halben Meter stießen sie auf ein Pflaster aus dem 16. Jahrhundert. Damit sei erstmals durch Funde belegbar, dass der Schlosshof schon damals eine Pflasterung hatte, so Hann. Mündens Stadtdenkmalpfleger Burkhardt Klapp. 

Das Modell des Welfenschlosses im Museum der Stadt Hann. Münden. Es zeigt den Bauzustand im 16. Jahrhundert mit den Arkadenlaufgängen. Jetzt haben Archäologen vermutlich die Mauer gefunden, auf denen die Arkaden ruhten.

Zudem stießen die Archäologen auf eine Mauer, von der Frank Wedekind und Agathe Palka von „Streichardt & Wedekind Archäologie“ vermuten, dass darauf die hölzernen Arkadengänge ruhten, mit denen das Schloss zum Innenhof hin früher ausgestattet war. Klapp geht davon aus, dass bei einer archäologischen Untersuchung des gesamten Platzes noch ganz viel Unbekanntes zu erwarten sei. Vor allem auch über den Vorgängerbau des Schlosses, der Burg. Ab 1501 wurde sie zum Schloss umgebaut.

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