Kirchenkreissynode stimmte zu

Auch Göttingen will Gemeinde-Ehe prüfen

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Die St. Blasius Kirche Hann. Münden (Symbolbild). 

Die Mitglieder der Göttinger Kirchenkreissynode (KKS) haben mit großer Mehrheit für einen Antrag gestimmt, einen möglichen Zusammenschluss der beiden südniedersächsischen Kirchenkreise Münden und Göttingen zu prüfen.

Das teilte Jeanine Rudat, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kirchkreises, mit. Zuvor hatte bereits die Kirchenkreissynode in Hann. Münden dem zugestimmt (wir berichteten).

Wie Rudat weiter mitteilte, betonte Superintendent Friedrich Selter in seiner Rede die Vorteile eines Zusammenschlusses. Beide Kirchenkreise könnten ihre Stärken ergänzen. Die dadurch gewonnene Leistungsfähigkeit eröffne den Gemeinden und Einrichtungen des neuen, größeren Kirchenkreises neue Handlungsspielräume. In der Landeskirche würde er eine gewichtige Stimme haben und im Sozialraum Südniedersachsen ein starker Partner für den Landkreis und die Kommunen sein. Der Diakonieverband Göttingen arbeite bereits mit dem Diakonischen Werk Hann. Münden gut und vertrauensvoll zusammen, wird der Geschäftsführer des Diakonieverbandes, Jörg Mannigel zitiert. Besonders in der Sucht- sowie der Lebensberatung gebe es kirchenkreisübergreifende Fachstellen.

Zu dem weiteren Vorgehen erläuterte Rudat: „Unter dem Arbeitstitel ,Gö-Mü 23‘ werden sich jetzt die Göttinger Ausschüsse und Arbeitskreise mit den Mündener Gremien zusammensetzen und Inhalte, Themen, Gemeinsamkeiten und Gegensätze analysieren, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu entdecken. Dabei geht es letztlich auch um eine Bestandsaufnahme der Ressourcen und eine modellhafte gemeinsame Haushaltsplanung.“

In einer gemeinsamen Sitzung beider Kirchenkreissynoden im Sommer sollen erste Ergebnisse diskutiert werden. Im Herbst sei eine weitere gemeinsame Sitzung geplant. Im Frühjahr 2021 sollen die erarbeiteten Anregungen und Ideen in den verschiedenen Handlungsfeldern der KKS vorgestellt werden.

„Wichtig sei, das betonte Selter in seiner Rede, dass das Ergebnis der Fusionsprüfung offen sei. Sollte sich herausstellen, dass die Voraussetzungen für einen Zusammenschluss nicht gegeben seien, dann werden einer der größten Kirchenkreise der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers (rund 7 000 Mitglieder in Göttingen) und der kleinste Kirchenkreis (ca. 20 000 Mitglieder in Hann. Münden) eigenständig bleiben“, so Rudat.

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