Aufgeheizte Stimmung in Bonaforth

Genauer Blick: Martin Külls (rechts) erläutert Joachim Hansen, Peter Sinning und Heinz-Günther Richter (von links) einige Messergebnisse. Foto:  Siebert

Bonaforth. Heiß her ging es am Donnerstagabend bei einer Bürgerversammlung in Bonaforth. Im mündener Ortsteil wurde heftig über das marode Dorfgemeinschaftshaus diskutiert.

Um was ging es bei der Bürgerversammlung?

Dem Vorschlag der Stadtverwaltung, den Komplex wegen Schimmelbefalls abzureißen und durch einen kleineren Neubau zu ersetzen, das aber erst nach 2019, sowie den Integrativen Kindergarten nicht wieder zu eröffnen, wird der Ortsrat auf Weisung der Bürgerversammlung nicht zustimmen. Dieser Beschluss wurde während des Treffens gefasst.

Was fordert der Bonaforther Ortsrat? 

Der Ortsrat fordert von Rat und Verwaltung, den Kindergarten, die Feuerwehr und die Wohnungen zu erhalten und kurzfristig unter Einsatz des Investitionszuschusses des Landkreises und der vorhandenen Rücklagen zu sanieren. Dabei sollen die vom Ort Bonaforth angebotenen Eigenleistungen berücksichtigt und der Ausbau entsprechend der vorhandenen Mittel geplant werden.

Was hat es mit einem Gutachten auf sich?

Der Ortsrat verlangt ein unabhängiges Vergleichsgutachten mit Beteiligung des Rates, in dem geklärt werden soll, ob ein Abriss der Mehrzweckhalle tatsächlich erforderlich ist. Die Sanierung oder ein alternativer Neubau muss kurzfristig unter Verwendung der Zuschüsse aus dem sogenannten Leader-Programm und der Sportstättenförderung des Landkreises erfolgen.

Wie war die Atmosphäre in der Versammlung?

Ortsratsmitglieder und Einwohner des Ortes übten harte Kritik an der Stadtverwaltung, warfen ihr vor, nie an Lösungsansätzen Interesse gezeigt zu haben, sondern nur nicht realisierbare Planungen aufgezeigt zu haben. Mit dabei war Martin Külls, der in Bonaforth ein Unternehmen für Bautenschutz und Schimmelbekämpfung betreibt. Er hatte, wie viele andere Bonaforther auch, von Anfang an Hilfe und Unterstützung angeboten. Er hatte in dem Gebäude einige Messungen vorgenommen und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die meisten Werte in der Norm liegen. Seinen Angaben zufolge ist das Gutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, oberflächlich. Im Kindergarten habe er gar keinen Schimmelpilzbefall festgestellt.

Was sagt der Ortsbürgermeister?

„Das Gutachten ist gesteuert, es wird Schimmelpilz gesucht, damit das Gebäude abgerissen werden kann“, so Ortsbürgermeister Roland Sittig verärgert. Er war auch enttäuscht darüber, dass trotz persönlicher Einladungen nur die Stadtratmitglieder Angela Sohnrey, Peter Sinning und Gudrun Surup zur Bürgerversammlung gekommen sind.

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