Ausgleich für Waldverluste: Landesforsten pflanzen neue Wälder

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Als Ausgleich für Waldverluste und Landschaftsverbrauch durch den Bau von Stromtrassen pflanzen die Niedersächsischen Landesforsten neue Wälder.

Rund 25 Hektar bisher landwirtschaftlich genutzter Flächen wollen die Forstämter Münden, Reinhausen und Dassel in den kommenden zehn Jahren im Landkreis Northeim aufforsten, teilt der Pressesprecher der Landesforsten, Michael Rudolph, mit.

Wo bisher Getreide oder Energiepflanzen angebaut wurden, sollen künftig naturnahe Laubwälder die Landschaft bereichern, das Klima verbessern und Grundwasser schützen. Das Forstamt Dassel forstet derzeit eine über vier Hektar große Ackerfläche in der Gemarkung Üssinghausen auf. Das zusammenhängende Flurstück wurde zuletzt als Ackerland landwirtschaftlich genutzt. Der Leiter der Försterei Hardegsen, Ralf Sepan, lässt Eichen, Elsbeeren, Kirschen sowie Wildobst und Sträucher pflanzen. Ein breiter Waldaußenrand mit heimischen, standortstypischen Gehölzen schirmt den künftigen Wald von umliegenden Ackerflächen ab. Ziel ist ein Klima angepasster Laubmischwald, in dem Eichen die vorherrschende Baumart bilden.

„Als Schutz vor Mäuse-Fraßschäden an den Jungpflanzen säen wir Waldstaudenroggen aus. Der Roggen lenkt Mäuse davon ab, im Winter die Rinde der Laubbäume anzunagen“. begründet Sepan seine Sorgen vor den Nagetieren. Alle Ersatzaufforstungs-Flächen gehören den Landesforsten. Der kleinste Acker bei Üssinghausen ist 7500 m² groß, die größte Ackerfläche liegt in der Gemarkung Schoningen. Das Forstamt Münden will dort in der Försterei Verliehausen eine insgesamt 13,6 Hektar große Fläche aufforsten. 

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