"Kopfsache" im städtischen Museum Hann. Münden

Ausstellung aus dem Hut gezaubert 

+
Hüte zum Anprobieren: Volontärin Charlotte Kalla (links) und Museumsleiterin Martina Krug. 

Hann. Münden. Sich einmal wie eine Braut um die Jahrhundertwende fühlen oder wie ein Postmann von 1800: In der neuen Ausstellung „Kopfsache – Hüte und andere Kopfbedeckungen“ im städtischen Museum in Hann. Münden ist das kein Problem.

Denn dort warten Pelzmützen, Trachtenhauben, Zweispitz-Generalshüte und Stahlhelme nicht nur darauf, angeschaut, sondern auch anprobiert zu werden. In der Ausstellung zeigen Museumsleiterin Martina Krug, Astrid Vettel vom Landschaftsverband Südniedersachsen und Volontärin Charlotte Kalla, wie sich die Hutmode in den vergangenen 300 Jahren entwickelt und verändert hat.

Über 50 Hüte, zum Teil Originale aus verschiedenen Epochen, aber auch Repliken historischer Kopfbedeckungen, gibt es zu entdecken. Dutzende von Spiegeln stehen den Besuchern zur Verfügung, in denen sie die Veränderungen, die ein Hut mit einem Gesicht anstellen kann, überprüfen können.

Zusätzlich zu den „Probierhüten“ sind Kopfbedeckungen in Vitrinen ausgestellt, die ältesten Modelle aus der Zeit um 1700, die zu wertvoll zum Anprobieren, aber wunderschön anzusehen sind. „Nicht nur für Frauen sind Hüte dabei“, betonte Museumsleiterin Martina Krug. Auch Männer haben eine große Auswahl an Uniformhüten, Zylindern, Chapeau Claques und Helmen, die sie probieren dürfen.

Die Besucher können sich in der Ausstellung auch selbst Hüte basteln, aus Zeitungen und Krepppapier. Einige der Hüte haben Mündener für die Ausstellung gespendet, Fotos zeigen die Träger, zum Teil vor 50 Jahren, und spiegeln so nicht nur die Hut-, sondern auch die Kleider-Mode in den verschiedenen Jahrzehnten wieder.

Besucher können bei einem Spiel raten, aus welchen Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten die verschiedenen Hüte stammen und eine Menge über die Herstellung von Hüten lernen, sowohl in der heutigen Zeit als auch als über das historische Handwerk des Hutmachers.

Die Ausstellung ist bis zum 2. Juli zu sehen. In dieser Zeit gibt es verschiedene, zum Thema passende Aktionen im städtischen Museum. Unter anderem findet am 23. April ein Museumsgespräch mit dem Hutladen-Besitzer Klaus-Jürgen Winter statt, der sein Geschäft in Hann. Münden hat und aus dessen Fundus einige der Kopfbedeckungen in der Ausstellung stammen. Er ist ein Fachmann in Sachen Hutmode und weiß, zu welchem Anlass welches Modell das richtige ist.

Am Sonntag, 25. Juni, gibt es eine Tee-Party im Museum – ganz so, wie der verrückte Hutmacher aus Alice im Wunderland sie veranstalten würde. Die Geschichte wird vorgelesen, es gibt Gurkensandwiches und englisches Teegebäck. Darüber hinaus finden Führungen für Erwachsene, aber auch für Kinder und Jugendliche statt, Bastelaktionen und am Sonntag, 21. Mai, ist wieder Museumstag mit buntem Programm. (zwh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.