Zwischen Bowle und Nierentisch

Ausstellung in Hann. Münden versetzt Besucher in die 1960er-Jahre

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Erinnerungsstücke: Hann. Mündens Stadtarchivar Stefan Schäfer zeigt zur Eröffnung der Sonderausstellung „Willkommen in Hannoversch Münden“ im Stadtmuseum eine Fernsehzeitschrift „Hör Zu“ aus dem Jahre 1969. 

 „Willkommen in Hannoversch Münden“: Das Stadtmuseum zeigt eine neue Ausstellung mit unbekannten Ansichten der Geschichte der Stadt. 

Der Titel ist „Willkommen in Hannoversch Münden – eine Stadt im Aufbruch in die Moderne, Münden 1959-1969“. Bis zum Sonntag, 19. Mai, kann die Ausstellung in Hann. Münden besucht werden.

Mit einer Anekdote seiner Kindheit, die in diesem Zeitraum lag, eröffnete Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener die Ausstellung: „Ich erinnere mich noch an einen gelben Pullover mit Zopfmuster, den ich tragen musste, obwohl ich den ganz schrecklich fand. Der damalige Politiker Hans-Dietrich Genscher hatte einen ähnlichen Pullover, den er anscheinend sehr gerne getragen hat. Ich habe oft lieber gefroren als den wärmenden gelben Pullover anzuziehen.“

Ein Dankeschön schickte er an die Museumsleiterin Martina Krug, dem Stadtarchivar Stefan Schäfer und den Mitarbeitern, die die Sammlung zusammen getragen haben.

Ausstellung: Großes Interesse an Fotografien

In seiner Einführung in die Ausstellung erinnerte Stadtarchivar Stefan Schäfer an das Jahr 1959, in dem das Hochbad eingeweiht und die Partnerschaft der Stadt Münden mit der französischen Partnerstadt Suresnes besiegelt wurde. Für die Besucher, die diese Zeit als Jugendliche oder junge Erwachsene erlebten, war es nicht nur ein Rückblick, sondern ein Erlebnis, die Welt der 60er-Jahre wieder zu entdecken.

Großes Interesse herrschte an den vielen Fotografien, überwiegend von den inzwischen verstorbenen Mündener Fotoamateuren Walter Sterner und Georg Prochnow. Besucher erkannten sich oder Bekannte wieder.

Regelrechte Diskussionen entstanden vor den Bildern. Wer Lust hatte, konnte sich auf einem Cocktailsessel am Nierentisch niederlassen, Ananasbowle schlürfen und Salzbrezeln knabbern.

Dabei konnte man den Blick über eine Phonotruhe und einen Fernseher schweifen lassen oder sich an zeitgenössischem Spielzeug, wie unter anderem einer Puppenstube und einem Kaufmannsladen sowie einer Mainzelmännchensammlung, erfreuen.

Öffnungszeiten: im April, mittwochs bis sonntags, 13 bis 16 Uhr. Im Mai, mittwochs bis sonntags, 11 bis 16 Uhr; Ostersonntag und Christi Himmelfahrt geöffnet.

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