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Autorin Zsuzsa Bánk hat in Hann. Münden aus ihrem Buch „Sterben im Sommer“ gelesen

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Von: Harald Schmidt

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Zsuzsa Bánk las aus ihrem autobiographischen Roman „Sterben im Sommer“.
Zsuzsa Bánk las aus ihrem autobiographischen Roman „Sterben im Sommer“. © harald schmidt

In der reformierten Kirche in Hann. Münden gab die Autorin Zsuzsa Bánk eine Lesung. Sie las aus ihrem Roman „Sterben im Sommer“, der bereits im Jahr 2020 erschienen war.

Hann. Münden – Eine Veranstaltung, die sich mit der Endlichkeit des Lebens auseinandersetzte, war die Lesung mit Zsuzsa Bánk in der reformierten Kirche in Hann. Münden. Sie gehörte zur Veranstaltungsreihe 10 Jahre Hospiz in Münden in Kooperation mit dem Kulturring der Stadt.

Die Vorsitzende des Kulturrings Brunhilde Ulbricht sowie Elke Helberg vom Hospizdienst Alpha begrüßten die gut besuchte Lesung mit etwa 50 Zuhörern. Helberg sagte, dass die Texte der Autorin in schweren Zeiten hilfreich sein können. Zsuzsa Bánk ist eine mit einigen Preisen ausgezeichnete Schriftstellerin.

Die Autorin hatte nach dem Tod ihres aus Ungarn stammenden Vaters ihre Erinnerung an die letzte Phase seines Lebens und ihre Empfindungen wiedergegeben. Zsuzsa Bánk las eine längere Episode aus ihrem Roman „Sterben im Sommer“, der autobiographischen Charakter hat. Der zweite Abschnitt, den die Zuhörer innerlich miterlebten, war der Zeitpunkt ein Jahr nach dem Tod des Vaters.

Roman erschien 2020

Drei vom gleichen Schicksal getroffene Freundinnen trafen sich zu einem gemeinsamen Gedenkessen für den verstorbenen Vater, Schwieger- und Großvater bei ihr zu Hause in Frankfurt am Main.

In dem 2020 erschienen Roman beschreibt Bánk zum einen, wie sie im Urlaub in Ungarn im idyllischen Haus der Mutter vom Zusammenbruch des kranken Vaters überrumpelt wird. Wegen eines starken Fiebers musste der Krebskranke mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik nach Österreich geflogen werden. Sie schafft zu den beklemmenden Schilderungen von den Besuchen beim Vater im Krankenhaus, der zwar bestens versorgt, aber zwischen Schläuchen nicht mehr ansprechbar ist, ein Gegengewicht.

Mit einer poetisch, stimmungsvollen Schilderung lässt sie Erinnerungen des früheren und heutigen Lebens im Sommerhaus und dem Badevergnügen am Balaton-See vor dem inneren Auge der Zuhörer entstehen. Der unvergleichliche Sommer in Ungarn wird noch einmal besonders intensiv durchlebt. Sie beschreibt ihn so stimmungsvoll als wollte sie alles festhalten.

Fragen aus dem Publikum waren möglich

Bánk realisiert in ihrem Inneren, dass das Ferienhaus nicht mehr zur Verfügung stehen wird und packt Geschirr, Gläser und Tischwäsche ein, um die Erinnerung an das Leben im Haus zu bewahren. Mit dem Tod des Vaters wird dieser schöne Lebensabschnitt für sie enden.

Zum Abschluss konnten der Autorin Fragen aus dem Publikum gestellt werden. Einer Zuhörerin kam die Erzählung sehr vertraut vor. Bánk sagte, dass ihrer Mutter, die zunächst nichts von dem Projekt wusste, den Roman sehr positiv empfand und als festgehaltene Familiengeschichte ihr viel bedeutet.

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