Einer der hundert Besten

Azubi von Dransfelder Malerbetrieb bekommt bundesweite Auszeichnung

Den grünen Koffer von der Sto-Stiftung mit Malerwerkzeug bekam Domenico Partenio (links) überreicht. Bei Übergabe dabei war Sebastian Theuser, sein Klassenlehrer an den BBS Münden.
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Den grünen Koffer von der Sto-Stiftung mit Malerwerkzeug bekam Domenico Partenio (links) überreicht. Bei Übergabe dabei war Sebastian Theuser, sein Klassenlehrer an den BBS Münden.

Domenico Partenio ist einer der besten Malerauszubildenden Deutschlands. Die Ehrung von der Sto-Stiftung erhielt der 20-Jährige gestern in den Berufsbildenden Schulen Münden (BBS). Auch Präsente gab es für den Gewinner.

Hann. Münden/Dransfeld – Die Auszeichnung bekamen Domenico Partenio, der seine Ausbildung bei den Malerwerkstätten Lohrengel in Dransfeld macht, sowie 99 andere Malerazubis für besonders gute schulische Leistungen. Neben Fachliteratur freute sich Partenio über einen großen Werkzeugkoffer mit einer Menge Malerzubehör im Wert von knapp 1000 Euro.

„Wenn man sich das ganze Fachwissen wirklich aneignen will, muss man sich auch nach dem Arbeitstag und an den Wochenenden dran setzen“, sagt der Auszubildende. Aber er fügt auch an: „Die Ausbildung schaffen kann jeder, der es will.“

Partenio ist sehr glücklich darüber, sowohl im Betrieb mit Ausbilderin Margarethe Kopocz als auch an den BBS mit Klassenlehrer Sebastian Theuser für beide Seiten der dualen Ausbildung gute Mentoren an seiner Seite zu haben.

Zum Malern fand Partenio zunächst über Umwege. „Ich habe vorher viel ausprobiert. Metallbau zum Beispiel.“ Als er die Berufseinstiegsklasse an den BBS besuchte, ebenfalls bei Sebastian Theuser, fiel die Entscheidung dann für die Malerausbildung. „Herr Theuser hat mir damals auch die Firma Lohrengel empfohlen“, sagt der 20-Jährige.

Wie die meisten Azubis, lernte er dort aus seinen Fehlern. „Meine erste Tapetenbahn sah katastrophal aus“, erinnert sich Partenio und lacht.

Doch mittlerweile darf er auch Baustellen alleine betreuen. „Verantwortung übernehmen, fühlt sich gut an“, sagt er. „Und wenn ich alleine arbeite, mache ich weniger Fehler, als wenn mir jemand über die Schulter schaut“, sagt er schmunzelnd.

Zum Malerberuf gehöre jedoch nicht nur das Pinselschwingen, wie Partenio sagt. „Wir haben auch viele Trockenbauarbeiten zu erledigen.“ Fußböden legen mache er zum Beispiel sehr gerne.

Aktuell heißt es für Domenico Partenio, sich auf die Abschlussprüfungen im Juli vorzubereiten. „Eine Aufgabe, die häufig dran kommt, ist das Auftragen von Lack mit dem Pinsel“, sagt Sebastian Theuser. Mit dem neuen Zubehör aus dem grünen Koffer sei Partenio für die praktische Prüfung perfekt gerüstet.

Die Sto-Stiftung hilft jungen Menschen in der Ausbildung

Die Sto-Stiftung unterstützt junge Menschen in ihrer handwerklichen und akademischen Ausbildung. Von der Stiftung profitieren können Menschen, die mit überdurchschnittlichen Leistungen überzeugen oder die aus gesundheitlichen, persönlichen oder wirtschaftlichen Gründen Untersützung brauchen. So werden seit 2012 von der Sto-Stiftung bundesweit die hundert besten Maler- und Lackierer-Azubis geehrt. Neben dem Malerhandwerk fördert die Sto-Stiftung auch angehende Stuckateure und Architekten. (William Abu El-Qumssan)

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