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Bäume, Feuer und eine Königin zum 1. Mai im Raum Hann. Münden

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Von: Silke Kuri, Petra Siebert, Christian Mühlhausen, Per Schröter

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Munter ans Werk: Die Feuerwehr in Lippoldshausen stellte den Maibaum auf.
Munter ans Werk: Die Feuerwehr in Lippoldshausen stellte den Maibaum auf. © Christian Mühlhausen

Traditionell gibt es zum 1. Mai Feiern. Maibäume werden aufgestellt und Feuer entzündet. Auch in unserer Region war einiges los.

Altkreis Münden – Nach zwei Jahren Coronapause konnten wieder Feste zum 1. Mai im Altkreis Münden stattfinden. In Hann. Münden, der Samtgemeinde Dransfeld und in Staufenberg gab es zahlreiche Veranstaltungen.

Dransfeld: „Gemeinsam feiern – gemeinsam helfen“

Tolle Stimmung herrschte am Sonntag in der Dransfelder Parkanlage „Köterwelt“, wo der örtliche Verschönerungsverein nach zweijähriger Corona-Zwangspause erstmals wieder seine große Maibaumfeier ausrichtete. Mehrere hundert Menschen waren gekommen, um gemeinsam dem Aufstellen des prächtigen, mit den Vereinswappen der Hasenmelkerstadt geschmückten Baums zu verfolgen und anschließend einige gesellige Stunden zu verbringen. Für musikalische Untermalung sorgten neben den Dransfelder „Pipes and Drums“, die das Abholen des schweren Baumes durch Mitglieder des Verschönerungsvereins begleiteten, auch die „Eichenberger“. In diesem Jahr hatten die Organisatoren die Veranstaltung unter das Motto „gemeinsam feiern – gemeinsam helfen“ gestellt. Der Erlös geht an die Ukraine-Hilfe. Um auch den aktuell in der Samtgemeinde lebenden Kriegsgeflüchteten aus der Ukraine zu helfen, hatte der Verschönerungsverein ihnen einen Stand eingerichtet, wo sie Spezialitäten aus ihrer Heimat verkaufen konnte. Einen emotionalen Höhepunkt bildete der Auftritt einer ukrainischen Opernsängerin, die unter anderem zusammen mit Kindern die Nationalhymne ihres Landes sang.

Volkmarshausen: Ortsfarben blau weiß und gelb

„Der Maibaum demonstriert den Zusammenhalt des Dorflebens“, stellte Dr. Markus Ziegeler, Volkmarshausens Ortsbürgermeister bei der Maibaumaufstellung fest. Nach zweijähriger Pause wurde in diesem Jahr eine gute Tradition wieder fortgesetzt, und viele Volkmarshäuser waren dabei. Dr. Ziegeler meinte scherzhaft, dass es für ihn als Förster ungewöhnlich sei einen Baum aufzustellen, denn Bäume würden gepflanzt. Doch er freute sich, dass der Kranz aus frischem Grün und nicht aus Plastik besteht. Dafür dankte er Carina Marschall, die den Kranz mit den Bändern in den Ortsfarben blau weiß und gelb gefertigt hat. Am Stamm befestigt die zehn Holzwappen der Volkmarshäuser Vereine sehe er als verbindende Elemente, als Symbol für eine gute Dorfgemeinschaft. Die Flaxtöne haben mit ihrem Gesang der Veranstaltung nicht nur einen feierlichen Rahmen gegeben, sie haben auch für kühle Getränke, Bratwurst vom Grill sowie Kaffee und Kuchen gesorgt.

Trotz der Fröhlichkeit wurde nicht vergessen, für den vor einigen Tagen verstorbenen Reinhold Heede eine Gedenkminute einzulegen. Denn er ist hat die Dorfgemeinschaft vorgelebt und hat viel Engagement für den Ort und die Menschen eingebracht.

Gimte: „The Monkeys“ kümmerten sich um den Baum

Dass der Verein Monkeys in Gimte eine starke Truppe ist, haben die Männer auch beim Aufstellen des Maibaumes bewiesen. Ruckzuck wurde der Mast mit zwölf Vereinswappen, einem Maikranz und einem Wetterhahn in die senkrechte Stellung vor der Marienkirche gehievt.

Doch zunächst musste der Baum aus einem Schuppen zum Standort des Geschehens gebracht werden, denn dort warteten viele Gimter darauf, nach zwei Jahren Pause wieder bei der Maibaumaufstellung dabei zu sein. Vorsitzender Marco Scheidemann begrüßte die Gimter und lud sie zum Feiern ins neue Vereinsheim ein. Der Gemischte Chor Gimte und die Kapelle vom Musikverein Ermschwerd sorgten mit Gesang und musikalischen Klängen für beste Stimmung.

Sichelnstein: Erste Maikönigin in dem Ort

Alles neu macht der Mai, auch in Sichelnstein – Der Ort hat nicht nur einen neuen Standort für seinen Maibaum, eine geschmückte Birke, gewählt. Seit diesem Jahr hat Sichelnstein eine amtierende Maikönigin. Stephanie Brekau wurde anlässlich ihres Geburtstags am 1. Mai von Ortsbürgermeisterin Nina Bernhard mit Schärpe und Krönchen zur 1. Maikönigin gekürt. Mit einem großen Angebot an Imbiss- und Verkaufsständen hatte die Dorfgemeinschaft in diesem Jahr zum Maifest an die Dorfgemeinschaftsanlage (DGA) geladen, der zahlreiche Gäste gefolgt waren.

Landwehrhagen: Baum erinnert an den Krieg in der Urkaine

Mit einem blau-gelb geschmücktem Kranz hat die Dorfgemeinschaft Landwehrhagen und die Freiwillige Feuerwehr am Sonntag den neuen Maibaum aus Stahl vor der evangelisch-lutherischen St.-Petrus-Kirche aufgestellt.

Es sind die Farben der Ukraine, gewählt „als sichtbares Zeichen, das uns an eine veränderte Zeit erinnern soll,“ so Ortsbürgermeisterin Ruth Tischer in Ihrer Ansprache.

Großer Anziehungspunkt für die jungen Besucher war die aufgestellte Hüpfburg. Aber auch die Essensstände und Sitzbänke waren ebenfalls sehr gut besucht.

Ellershausen: Erster Maibaum überhaupt

Zum ersten Mal überhaupt wurde in diesem Jahr in Ellershausen ein Maibaum aufgestellt – und das bereits am 30.04.2022. „Die Idee für einen eigenen Maibaum hatten wir schon lange“, sagte Tatjana Fengewisch, stellvertretende Vorsitzende des ausrichtenden örtlichen Verschönerungsvereins.

Diesmal habe es sich förmlich angeboten, da man den Ellershäusern nach zwei Jahren Pandemie endlich mal wieder Grund zum geselligen Beisammensein bieten und auf dem Dorfplatz gleichzeitig das neue Bücherhäuschen einweihen wollte. Den mit den Wappen der örtlichen Vereine sowie einem großen Kranz geschmückten Maibaum hatte der Verschönerungsverein im Sinne der Nachhaltigkeit vor dem Aufstellen lackiert, um ihn später zu lagern und in den nächsten Jahren wiederzuverwenden.

Escherode: Flammen lodern und begrüßen den Mai

Pünktlich um 18.40 Uhr wurde das Maifeuer in Escherode angezündet. Zuvor trafen sich insbesondere Familien mit Kindern am Friedhof zu einem Fackelumzug. Nach zwei Jahren Pause hatte die Handball- und Fußballabteilung des TSV Escherode mit Bratwurst, Pommes und Getränken wieder an den Holzplatz „Frank Jochheim“ zum Maifeuer geladen. Ida, Nora und Aurel waren auch mit ihren Familien zu Gast, um dem großen Haufen Baumschnitt beim Herunterbrennen zuzuschauen.

Lippoldshausen: Körperliche Übung für die Feuerwehr

In Lippoldshausen zeigte sich die Freiwillige Feuerwehr für das Aufstellen des Maibaums an der Brückenecke verantwortlich. Wieder vor großem Publikum und nicht wie in den vergangenen Jahren heimlich, still und leise schoben die Feuerwehrkameraden zu den Kommandos ihres Ortsbrandmeisters Christian Bolse mit Stangen und Schlaufen den Baum in seine endgültige Stellung.

Die Spitze des Maibaums ziert ein Feuerwehrhahn, örtliche Unternehmen und Vereine haben am Baum ihre Wimpel angebracht. Anschließend feierten die gut 100 Besucherinnen und Besucher bei Bier und Bratwurst, Kaffee und Kuchen sowie Hüpfburg für die Kinder auf dem Platz am Feuerwehrhaus den 1. Mai.  (Per Schröter/Petra Siebert/Christian Mühlhausen/Silke Kuri)

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