Projekt verschoben

Bahnhof Hedemünden: Ausbau derzeit auf Eis

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Einfahrt eines Abellio-Triebzuges am Bahnhof Hedemünden: Eigentlich sollte der Ausbau der Station bereits in diesem Jahr starten. Doch daraus wird nichts.

Hedemünden. Der Ausbau des Bahnhofs Hedemünden verzögert sich. Frühestens in zwei Jahren ist nun damit zu rechnen.

Eigentlich sollten in diesem Jahr im Bahnhof Hedemünden die Bagger rollen. Doch das Großprojekt liegt auf Eis. Und es wird deutlich teurer als ursprünglich geplant.

Bislang war der Ausbau kleinerer Stationen, zu denen auch dieser Bahnhof gehört, keine größere Sache. Die Pläne wurden geprüft und vom Eisenbahnbundesamt, dem TÜV der Bahn, meist problemlos genehmigt.

Doch inzwischen verlangt das Amt nach Auskunft der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), die den Ausbau betreut und die eine Hälfte der Finanzierung beisteuert, ein „Planfeststellungsverfahren“ mit umfangreichen Schriftsätzen und einer öffentlichen Auslegung der Unterlagen samt Klagemöglichkeit gegen das Projekt. So ein Verfahren dauert laut LNVG schnell ein bis zwei Jahre. Der Grund für diesen komplizierten Weg: Bei Ausbau-Projekten gab es vor den Gerichten immer wieder Klagen – zum Beispiel von Anliegern. Das Amt will deshalb Verfahren, die nach Abschluss praktisch unangreifbar sind. Das kann nur mit dem „Planfeststellungsverfahren“ erreicht werden.

Weiteres Problem: Das Projekt Ausbau in Hedemünden kostet deutlich mehr. In einer ursprünglichen Planung war von knapp drei Millionen Euro die Rede. Jetzt steigt dieser Betrag voraussichtlich auf etwa fünf Millionen Euro, weil die Arbeiten aufwendiger als gedacht sind. Laut Landesnahverkehrsgesellschaft sind insbesondere mehr Bauleistungen erforderlich. Außerdem müssen die Gleise verschwenkt und die Oberleitung im Bahnhof erneuert werden.

Im Mai will die Bahn die erforderlichen Planunterlagen beim Eisenbahnbundesamt einreichen. Dann wird das erforderliche Verfahren nach Schätzungen der Deutschen Bahn etwa 18 Monate in Anspruch nehmen – wenn niemand klagt. Baubeginn könnte dann im Frühjahr oder Sommer 2020 sein.

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