Behindertengerechter Zugang zu den Gleisen

Bahnhof Hedemünden wird 2018 umgebaut

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Regionalverkehr: Das Foto zeigt die Abellio Bahn, die Fahrgäste zwischen Kassel und Halle/Saale befördert. Der Hausbahnsteig (im Vordergrund) wird im Zuge des Umbaus erneuert, zwischen den Gleisen 2 und 3 ist ein neuer Mittelbahnsteig geplant.

Hedemünden. Die Bahn AG will im nächsten Jahr den Bahnhof in Hedemünden umbauen. Das Unternehmen und das Land Niedersachsen investieren 2,9 Millionen Euro.

Die Deutsche Bahn AG wird den Bahnhof in Hedemünden im nächsten Jahr umbauen und erneuern. Das kündigte der Pressesprecher der Bahn AG, Egbert Meyer-Lovis (Hamburg), auf Nachfrage der HNA an. 2,9 Millionen Euro sind dafür an Kosten veranschlagt.

Die Bahn AG und das Land Niedersachsen werden das Vorhaben gemeinsam finanzieren, teilte Meyer-Lovis mit. Ziel des Umbaus ist ein behindertengerechter Zugang zu den Gleisanlagen. Dieser ist im Moment nicht möglich, Rollstuhlfahrer müssen über ein Provisorium aus Holzbohlen, um den Bahnsteig zu erreichen. Der kleine Bahnhof, der von Pendlern in Richtung Kassel und Göttingen gut genutzt wird, sei im Förderprogramm „Niedersachsen ist am Zug“ enthalten, so Meyer-Lovis. Mit der Planung hat der Verkehrskonzern ein Ingenieurbüro aus Hannover beauftragt, Vertreter des Büros hatten 2016 dem Ortsrat von Hedemündener die Grundzüge erläutert.

Bahn-Sprecher Meyer-Lovis nannte Schwerpunkte, ohne auf Details einzugehen. So werde der Hausbahnsteig, das ist der an Gleis 1, erneuert und zwischen den Gleisen 2 und 3 werde ein Mittelbahnsteig neu gebaut. Damit auch Fahrgäste, die auf den Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, gut den Mittelbahnsteig erreichen, soll eine Fußgängerunterführung gebaut werden. Neben dem Bahnhofsgebäude, dort wo die Fahrradabstellanlage steht, werden Fahrgäste mit dem Aufzug nach unten fahren, unter den Gleisen 1 und 2 den Tunnel passieren und mit dem Aufzug nach oben zum Mittelbahnsteig fahren.

Damit Pendler ihre Autos am Bahnhof abstellen können, wird die Stadt Hann. Münden einen Park-and-Ride-Platz (P + R-Platz) anlegen, einschließlich einer neuen Abstellanlage für Fahrräder. Wie aus dem Rathaus verlautete, habe die Verwaltung im städtischen Haushalt für 2017 Geld angemeldet, um die Planung für einen P + R-Platz erarbeiten zu lassen.

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