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Bands spielen Songs zum Tod und Sterben auf der Waldbühne in Münden

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Von: Harald Schmidt

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Mehr Lieder übers Leben und Sterben: Stefan Kledetzka, Gerrit Kahle (Perkussion) und Svenja Metje (Gesang) waren als „Ocean Eyes“ ein musikalischer Höhepunkt des Abends.
Mehr Lieder übers Leben und Sterben: Stefan Kledetzka, Gerrit Kahle (Perkussion) und Svenja Metje (Gesang) waren als „Ocean Eyes“ ein musikalischer Höhepunkt des Abends. © Harald Schmidt

Ein ernstes Thema behandelte das Benefiz-Festival „Tod und Sterben in der Rockmusik“ in lockerer Atmosphäre auf der Waldbühne Tannenkamp. Den Gästen machte es sichtlich Spaß.

Hann. Münden – Eine rundum gelungene Veranstaltung, die den Gästen sichtbar Spaß machte, war das Benefiz-Festival „Tod und Sterben in der Rockmusik“ auf der Waldbühne Tannenkamp. Es war eine gute Idee des Hospiz-Teams vergangenen Samstag in der lockeren Atmosphäre der Freilichtbühne ein ernstes Thema, das jeden betrifft, mit Folk, Rock und poppiger Musik dem Publikum zu vermitteln.

An dem Abend wurden 1084 Euro zugunsten des Hospizes und des Hospizdienstes in Hann. Münden im Hut gesammelt. Weitere 200 Euro kamen zusammen aus dem Erlös des Bratwurstverkaufs. Die Würstchen spendete die Fleischerei Schumann.

Zu späterer Stunde ging mit krachenden Sounds heftig die Post ab. Stefan Kledetzka lies mit seiner dreiköpfigen Band „More Songs About Life And Death“ 90 Jahre Popgeschichte Revue passieren. Sie begann mit dem Blues „Death Letter“ vom Tod der Geliebten.

Tödliche Auto- und Motorradunfälle während der 50er- bis 60er-Jahre verkörperte „Last Kiss“.

Eva Maschinsky und Elke Helberg vom ambulanten Hospizdienst Alpha sowie Sozialarbeiter Richard Köhler vom Hospiz besuchten die Benefizveranstaltung am Tannenkamp.
Eva Maschinsky und Elke Helberg vom ambulanten Hospizdienst Alpha sowie Sozialarbeiter Richard Köhler vom Hospiz besuchten die Benefizveranstaltung am Tannenkamp. © Harald Schmidt

Ein selten gespieltes Beatles Stück setzte sich mit Tod und Buddhismus auseinander. Neil Youngs Super Hit „Hey Hey, My My“ verkörperte den Zeitgeist der Generation unsterblich berühmter Musiker, die im frühen Alter von 27 Jahren verstorben sind.

Der Sänger und Gitarrist der Band Stefan Kledetzka ist gleichzeitig stellvertretender Leiter des Hospizes. „Zum 30-jährigen Jubiläum war es ein Ziel mit solchen Angeboten auch ein anderes Publikum zu erreichen,“ sagte er, denn „der Tod geht jeden etwas an“.

Einen weiteren Auftritt hatte er zuvor in anderer Besetzung mit Svenja Metje (Gesang) und Gerrit Kahle (Perkussion) als „Ocean Eyes“ mit zum Thema passenden Songs. Den Einstieg in den Abend gab der vielseitige dänische Musiker Dan Nealson.

Mit Gitarre, Banjo, Ukelele und einem Waschbrett unterhielt er im Laufe des Abends das Publikum bestens zusammen mit der Band „Leroys“. Gewidmet waren die Songs seinem verstorbenen Hamburger Freund Helge, mit Erlebnissen aus gemeinsamer Vergangenheit. Zum Abschluss des Abends mit 200 Besuchern sangen und spielten alle Musiker zusammen auf der Bühne den bekannten Folk-Rock-Song „Knockin’ on heavens door“ von Bob Dylan. (Harald Schmidt)

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