Schneeschmelze

Hochwasser: Banger Blick auf die Pegel in Hann. Münden

Einige Wege in Ufernähe sind schon gesperrt.
+
Einige Wege in Ufernähe sind schon gesperrt.

Mit der Schneeschmelze steigen die Wasserstände von Fulda, Werra und Weser. Vor Hochwasser warnt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser in Hann. Münden bisher noch nicht.

Hann.Münden – Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser in Hann. Münden geht trotz der Schneeschmelze in den nächsten Tagen nicht von einer Hochwassergefahr für die Region aus. Zwar würden die Wasserstände steigen, aber nach seinen Berechnungen komme es bis kommenden Montag maximal zu leichten Überschwemmungen in direkter Ufernähe, sagt Jiri Cemus, beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Weser zuständig für Gewässerkunde und Wasserwirtschaft.

Dabei gehe er von den Vorhersagen aus, dass es bis dahin zu keinen größeren Niederschlägen komme und auch die Temperaturen nicht weiter anstiegen, sodass die Schneeschmelze langsam über Tage verteilt verlaufe. Am Freitag, 14 Uhr, lag der Wasserstand der Weser am Pegel in Hann. Münden bei 3, 19 Meter, Tendenz fallend, am Donnerstag, 16 Uhr, hatte er bei 2,98 Meter gelegen.

Die Stadt Hann. Münden beginnt mit ersten Absperrungen von Wegen in Ufernähe bei einem zu erwartenden Weserpegel von drei bis 3,50 Meter. In Hedemünden wird ab einem Werrastand von 3,60 Meter am Pegel „Letzter Heller“ der Bereich der Straße „An der Mühle“ gesperrt. Die erste Hochwassermeldestufe liegt bei 4,00 Meter am Mündener Weserpegel.

Dann informiert die Stadt Hann. Münden auf ihrer Internetseite laufend über die Pegelstände, die ansonsten auf der Seite des WSA (pegelonline.wsv.de) einsehbar sind. Über den Weserpegel informiert auch die telefonische Pegelansage unter 0 55 41/1 94 29. Nach Angaben der Stadt müssen spätestens ab einem Wasserstand von 4,80 Meter Autos vom Parkplatz Tanzwerder entfernt werden. Ab einem Pegelstand von 5,20 Meter, gegebenenfalls auch früher, werde der „Tanzwerder vollkommen gesperrt“. Im Schlagdbereich müssen abgestellte Fahrzeuge bereits ab einem Wasserstand von vier Metern weggefahren werden.

Im Fall von Hochwasser greift in Hann. Münden ein sogenannter Hochwasser-Einsatzleitplan, der zuletzt am 27. Januar dieses Jahres aktualisiert worden sei, sagt Julia Bytom, Sprecherin der Stadt Hann. Münden. Darin sind die Zuständigkeiten geregelt und welche Maßnahmen bei welchen Pegelständen zu ergreifen sind.

Bei einem Pegelstand ab 3,50 Meter beginne die regelmäßige Beobachtung der Pegelstände und Niederschläge. Zuständig sei der Fachdienst Sicherheit und Ordnung. Ein sogenannter „kleiner Einsatzstab“ werde bei „hohem Wasser“ gebildet, wenn der Wasserstand am Weserpegel 4,60 Meter erreicht.

Der Wasserstand der Weser am Pegel Hann. Münden lag am Donnerstag um 14.15 Uhr bei 2,92 Meter (Bild). Bis 16 Uhr stieg er weiter auf 2,98 Meter, am Freitag, 14. Uhr, lag er bei 3,19 Meter, Tendenz fallend.

Ab der Meldstufe 2 (4,70 Meter am Mündener Weserpegel) werden bei deutlich erkennbar steigender Tendenz zentrale Sandsackausgabestellen eingerichtet. Drohe ein „Hochwasserereignis“ würden von der Stadt je nach Situation und Bedarf Einrichtungen wie die Stadtentwässerung, die Versorgungsbetriebe, Straßenmeisterei und Technisches Hilfswerk in Bereitschaft gesetzt, so Julia Bytom.

Der „große Stab“ zur Bekämpfung des Hochwassers und auch zur Versorgung der Bevölkerung werde bei einem Wasserstand der Weser von fünf Metern bei deutlich steigender Tendenz gebildet. Alle Hilfs- und Einsatzkräfte seien dann in Alarmbereitschaft oder schon im Einsatz. (Von Ekkehard Maass)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.