34 Betten im sanierten Altbau

Bauabnahme am Psychiatrischen Pflegezentrum Werrablick in Oberode

Das Haus wurde 1904 im Jugenstil erbaut. Bei der Sanierung blieben denkmalgeschützte Räume erhalten.
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Das Haus wurde 1904 im Jugenstil erbaut. Bei der Sanierung blieben denkmalgeschützte Räume erhalten.

Knapp zwei Jahre lang haben die ersten Sanierungsarbeiten am Psychiatrischen Pflegezentrum Werrablick gedauert. Bis 2023 soll auch der zweite Bauabschnitt fertig gestellt werden.

Oberode – Anfang August sollen 34 Bewohner des Psychiatrischen Pflegezentrums Werrablick in Oberode ihre neuen Zimmer beziehen. Die Bauabnahme für den sanierten Altbau hat dafür kürzlich stattgefunden. Seit 2019 wird das Haus aus dem Jahr 1904 saniert, so Betreiber Hans-Joachim Schneider, der das Zentrum aus der Insolvenz gekauft hat (wir berichteten).

Die Kosten für die Bauarbeiten beziffert er mit 9,5 Millionen Euro, 250 000 Euro für die neue Innenaustattung. Das Gebäude wurde komplett entkernt und energetisch saniert, das Dach teils erneuert. Der Brandschutz und die Haustechnik modernisiert, eine neue Wäscherei und Küche eingebaut, sowie Fenster und Türen erneuert. Es gibt 18 Einzel- und 8 Doppelzimmer mit barrierefreiem Zugang zum je angeschlossenen Badezimmer.

Blick in ein Doppelzimmer mit eigenem Bad.

Nach der Einweihungsfeier soll der Umzug für die Hälfte der derzeit 61 Bewohner des Zentrums folgen. Sie wohnen derzeit im 15 Jahre alten Anbau, der im Anschluss Etage für Etage saniert werden soll.

2023 soll nächster Bauabschnitt fertig sein

Dort sollen 77 Plätze in offenen und geschützten Abteilungen geschaffen werden. 2023 soll auch dieser Bauabschnitt fertig sein. Die Sanierung des Altbaus falle teurer als die des fünfgeschossigen Anbaus aus, da im Altbau auch der Denkmalschutz beachten werden musste, so Schneider. So sind historische Fliesen, Buntglasfenster und Treppen sowie die Holzvertäfelung samt -möbel in einem Gruppenraum erhalten geblieben.

Die Sanierung des Altbaus ist ebenfalls fertig.

Pflegeeinrichtung für chronisch und psychisch kranke Menschen

Laut Stadt Hann. Münden hat es bei der Bauabnahme keine nennenswerten Beanstandungen gegeben und die Einrichtung ist für die Benutzung zugelassen worden.

Die Pflegeeinrichtung für chronisch und psychisch kranke Menschen, ehemals „Haus der Heimat“, war 2017 in die Insolvenz geraten. Es gab Ermittlungsverfahren wegen Verdacht auf Körperverletzungen und Betrug aufgrund unberechtigt abgerechneter Maßnahmen. (Kim Henneking)

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