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Brand von Baustoffhandel in Hann. Münden: Ermittlungen dauern weiter an

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Von: Thomas Schlenz

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Spurensuche: Ein Ermittler der Brandursachenkommission des Landeskriminalamtes untersucht Materialreste im zerstörten Lagertrakt.
Spurensuche: Ein Ermittler der Brandursachenkommission des Landeskriminalamtes untersucht Materialreste im zerstörten Lagertrakt. © Ekkehard Maaß

Der Schaden ist größer als anfangs geschätzt: bei einem Großbrand in einem Baustoffhandel in Hann. Münden entstand wohl ein Millionenschaden. Die Ermittlungen dauern an.

Update, 03.05.2022, 18.45 Uhr: Hann. Münden – Die Ursache des Feuers in der Lagerhalle eines Baumarkts in Hann. Münden ist weiter unklar. Laut Polizeisprecherin Jasmin Kaatz liegt das Gutachten des Experten der Brandursachenkommission vom LKA Hannover den Ermittlern noch nicht vor. Die Ermittlungen dauerten an, so Kaatz.

Klar ist: Das Feuer im BHG Baustoffmarkt in Hann. Münden, das Mitte März einen Millionenschaden verursacht hat, war keine vorsätzliche Brandstiftung. Das haben die Ermittlungen der Polizei ergeben, die dabei auch Brandmittelspürhunde einsetzte. Bei dem Brand am Abend des 14. März war niemand verletzt worden.

Hann. Münden: Wohl Millionenschaden nach Brand

Erstmeldung, 18.03.2022, 4.45 Uhr: Hann. Münden – Beim Brand im BHG Baustoffmarkt in Hann. Münden am Montagabend (14.03.2022) ist ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Wie Wolf Walter, geschäftsführender Gesellschafter der Firma, am Mittwoch (16.03.2022) im Gespräch mit unserer Zeitung sagte, bewege sich die Schadenssumme „mindestens“ zwischen einer und 1,5 Millionen Euro.

Hann. Münden: Ermittlungen nach Großbrand dauern an

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war das Feuer gegen 19.35 Uhr im Dämmstofflager des Baustoffmarktes ausgebrochen und hatte sich von dort „rasant“ auf das gesamte Lager ausgebreitet. Dabei wurde ein Teil des Gebäudekomplexes komplett zerstört. Für die Abrissarbeiten war gestern die Straße „Vor der Bahn“ im Bereich des Marktes gesperrt.

Sicherungsarbeiten am einsturzgefährdeten Lagertrakt: Nur von Arbeitskörben aus waren die Arbeiten am ausgebrannte Teil des Baustoffmarktes möglich.
Sicherungsarbeiten am einsturzgefährdeten Lagertrakt: Nur von Arbeitskörben aus waren die Arbeiten am ausgebrannte Teil des Baustoffmarktes möglich. © Ekkehard Maaß

Unklar ist weiterhin die Brandursache. Ermittler der Mündener Polizei und der Brandursachenkommission des Landeskriminalamtes setzten am Mittwoch die Untersuchung des Brandortes fort. Aufgrund der Gebäudeschäden gestalteten sich die Ermittlungen schwierig, hieß es. Es konnten noch nicht alle Bereiche untersucht werden. Geplant sei, das Areal auch mit Brandmittelspürhunden zu untersuchen. Das sei aber Standard, so die Polizei.

„Wir müssen sehr vorsichtig vorgehen“

Am Mittwoch (16.03.2022) waren zunächst Fachfirmen mit Sicherungsarbeiten am Dach beschäftigt. Lose Ziegel und Balken seien entfernt, Notabdeckungen angebracht worden, so Philipp Flohr, Dachdeckermeister der Firma Petzelt aus Hann. Münden. Die Arbeiten waren nur von außen mit Arbeitskörben an einem Hubsteiger beziehungsweise Kran möglich. Es sei zu gefährlich, den schwerbeschädigten Lagertrakt zu betreten, weil er einsturzgefährdet sei, sagte Hendrik Grünewald vom gleichnamigen Zimmereibetrieb aus Hemeln. „Wir müssen sehr vorsichtig vorgehen.“ Am Nachmittag begann die Firma Beissner aus Varlosen mit dem Abriss der Mauerreste der Lagerhalle.

Baustoffhandel nach Brand weiter geöffnet

Unterdessen lief im Verkaufsraum des Marktes am Mittwoch der Betrieb bereits wieder an. Die Unternehmen würden komplett bedient, und auch bei den Privatkunden bemühe sich das Unternehmen, alle Wünsche zu erfüllen, so Geschäftsführer Wolf Walter. (Ekkehard Maaß)

In Hann. Münden und Umgebung gab es in der Vergangenheit mehrere Großbrände. Zu nennen ist der Brand an der Rosenstraße und am Aegidiiplatz. Zudem brannte ein Waldstück in der Gemeinde Staufenberg.

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