E10-Biosprit ist bei Autofahrern weiterhin unbeliebt

Hann. Münden. Der Biosprit E 10 wird weiterhin nur in geringen Mengen getankt. Das bestätigen ortsansässige Tankstellenbetreiber sowie Detlef Brandenburg, Sprecher von Aral.

„Unser Absatz von E10 liegt derzeit bei 20 Prozent“, sagt Brandenburg. Und das, obwohl E10 vier Cent günstiger ist als Super 95. Er erklärt sich die schlechte Nachfrage mit dem mangelnden Vertrauen der Autofahrer. Es sei in der Anfangsphase nicht ausreichend klar gemacht worden, dass der Kraftstoff für fast alle Autos verträglich ist. Brandenburg ist kein Fall bekannt, bei dem ein Auto einen Motorschaden bekommen hat. Horst Ebbecke, Leiter der Araltankstelle in Hann. Münden, hat einen noch geringeren Absatz. „Der Verkauf von E10 macht maximal zehn Prozent des Gesamtumsatzes aus“, sagt er.

Die Unsicherheit bei den Kunden, ob ihr Auto den Kraftstoff auch vertrage, habe aber nachgelassen. „Die wenigsten Menschen fragen noch nach, ob sie den Kraftstoff tanken können“, sagt Ebbecke. Trotzdem kauften sie das Benzin nur verhalten. „Viele meiner Kunden verzichten darauf, weil die Nahrungsmittel, die für die Herstellung des Benzins benötigt werden, auch anders verwendet werden können, “ sagt Ebbecke.

Bei Jörg Messerschmidt, Betreiber der Esso-Tankstelle in Hann. Münden, liegt der Gesamtumsatz im Absatz von E10 bei höchstens fünf Prozent, wie er sagt.

Der Wert sei seit Einführung des Benzins im Jahr 2011 nicht über die zehn Prozent Marke gekommen. Warum die Kunden lieber den teueren Sprit tankten, weiß er nicht. Er selbst tankt Super 95, da die Ersparnis beim Tanken von E10 sich durch den höheren Verbrauch wieder bemerkbar mache, sagt Messerschmidt.

Der Biokraftstoff E10 wurde im Jahre 2011 eingeführt. Er besteht zu zehn Prozent aus Ethanol, das aus Agrarprodukten gewonnen wird.

Der Biosprit E 10 wird weiterhin nur in geringen Mengen getankt. Das bestätigen ortsansässige Tankstellenbetreiber sowie Detlef Brandenburg, Sprecher von Aral.

Von Leona Nieswandt

Rubriklistenbild: © dpa

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