Verstehen im Vordergrund

Beratungsstelle der Diakonie hilft Geflüchteten in Hann. Münden

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Setzen sich ein: Nick Stucke und Ute Krach beraten erwachsene Geflüchtete und Migranten.

Vor drei Jahren hat die Flüchtlingsberatungsstelle der Diakonie in Hann. Münden ihre Arbeit aufgenommen.

Das hieß damals vor allem: Geflüchtete bei der dezentralen Unterbringung durch den Landkreis in der Erstversorgung zu unterstützen, Unterstützung bei Behördengängen, Anmeldungen der Kinder in Schulen und Kitas, Orientierung vor Ort, Krankenkassenanmeldungen, Antragsstellungen jeglicher Art. 

„Bei Bedarf vermitteln wir Dolmetscherdienste für Arztbesuche und andere Termine“, nennt Ute Krach Beispiele. Sie (Vollzeit) und Nick Stucke (3/4 Stelle) beraten erwachsene Geflüchtete und Migranten in und um Hann Münden.

Davon finanziert der Landkreis einen Anteil von 1,5 Stellen, und ein Anteil von 0,33 wird aus Landeskirchenmitteln bezahlt.

Die Flüchtlingsberatung informiert und hilft nicht nur direkt weiter, sondern vermittelt auch Ehrenamtliche zur Unterstützung der Geflüchteten. Die Palette reiche dabei vom Deutschsprechen üben, über Hilfen bei Hausaufgaben der Kinder, Organisieren von Fahrrädern, Begleitung zu Arzt- oder Behördenterminen bis zum Fahrdienst.

Es geht ums Verstehen

„Dabei ist das „sich verstehen“ und gemeinsam Kaffee oder Tee trinken oder gemeinsam einen Ausflug machen ein wichtiger und „goldener“ Aspekt der Arbeit. Denn genau hier, in der Kommunikation im Zwischenmenschlichen findet der kulturelle Austausch, das Voneinander Lernen und die erfolgreiche Integration statt“, skizziert es Krach.

Die Berater bringen den Migranten Angebote in Hann Münden näher, sie begleiten sie dorthin oder vermitteln persönliche Kontakte. Tatkräftig werde die Arbeit vom Ökik, dem ökumenischen Initiativkreis, durch die ehrenamtlichen Flüchtlingshelferinnen und -helfer unterstützt. Für die Ehrenamtlichen organisiert Ute Krach Austausch und die Koordination, vermittelt Fortbildungs- und Weiterbildungsangebote. Hier werden auch gerne gemeinsame Feste und Ausflüge mit und für die Geflüchteten organisiert.

Das Angebot im Überblick

Nähcafé: „Als Gruppenangebote haben wir seit 2015 im ersten Stock des Bürgertreffs, Ziegelstraße 56, immer mittwochs von 15.30 bis 17.30 Uhr das Nähcafé für Frauen, die gerne nähen, handarbeiten oder einfach bei Kaffee und Tee Deutsch üben und sich unterhalten wollen“, zählt die Flüchtlingsberaterin weiter auf. Das Angebot richtet sich an einheimische und zugewanderte Frauen gleichermaßen.

Männertreff: Für den 17. September, 18.15 bis 19.45 Uhr, steht der erste Termin für den internationalen Männertreff „Adam“, in den Räumen des „pro aktiv centers“ in der Ziegelstraße 46, fest. Die Angebote sind offen und für die Teilnehmer kostenlos.

Flüchtlingsberatung: Die offene Sprechstunde der Flüchtlingsberatung ist jeden Donnerstag von 15 bis 16.30 Uhr in der Welfenstraße 5 in Neumünden.

14-tägig wird die offene Sprechstunde von einem Arabisch-Dolmetscher des Landkreises unterstützt.

Jeden Dienstag bietet Ute Krach von 15 bis 16 Uhr eine Sprechstunde im Bürgertreff, Ziegelstraße 56, an, ebenerdig und zentral verortet.

Ein weiteres Angebot der Flüchtlingsberatung ist die Rechtsberatung der RefugeeLawClinic, die Studierende der Göttinger Universität ein Mal monatlich, immer am 3. Dienstag, in Hann Münden anbieten. 

Kontakt: Erreichbar sind Nick Stucke und Ute Krach in der Beratungsstelle in der Welfenstraße 5 an fünf Tagen in der Woche unter 05541/7019021 sowie -22, E-Mail: fluechtlingsberatung@kirchenkreis-muenden.de. In Absprache sind auch Termine außerhalb möglich.

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