Von Technik bis Soziales

Berufsbildende Schulen Münden informierten über ihr Angebot

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Auf dem Berufsinfotag der BBS Münden: Einkauf von Zutaten, Planung, Herstellung, Verkauf von Waffeln und anschließende Abrechnung gehört in den Bereich Einjährige Berufsfachschule. Auch Spaß dabei hatten Nora Herbort, Silke Greinert, Melvin Schlehuber und Liane Sterdner (von links).

Hann. Münden. „Ich kann jedem, der nach der Schule ins Berufsleben einsteigen will, empfehlen, die BBS zu besuchen.“ Das sagte Werkzeugmechaniker Tobias Preiser, Gast beim Berufsinfotag der Berufsbildenden Schulen in Hann. Münden.

Dort hatte er die Berufsfachschule Metalltechnik erfolgreich absolviert. Jetzt hat er eine feste Anstellung in einem großen Göttinger Unternehmen.

Tobias Preiser (rechts) erinnert sich gerne an seine Zeit in den BBS: Zusammen mit seinen Lehrern Michael Meisenzahl und Stephan Reiter (von links) erinnerte er sich an den Fachunterricht.

Große Hilfestellung und einen Einblick in verschiedene Berufsbereiche und Schulformen gaben die Fachlehrer am Samstag in den Berufsbildenden Schulen während des Berufsinfotages. Studienrat Michael Meisenzahl, Teamleiter Berufsfachschule Metalltechnik, fühlte sich mit Preisers Argument in seiner Einstellung zu den BBS bestätig. Er selber hat über den Hauptschulabschluss an einer Fachhochschule seinen Diplom Ingenieur absolviert und Maschinenbau studiert. Er machte gegenüber den Interessierten deutlich, dass der Unterricht an der Schule sehr praxisorientiert in bestens ausgestatteten Werkstätten abläuft. 

„Viele Besucher waren schon gut vorinformiert, andere hatten Fragen zum kaufmännischen Ausbildungsberuf“, berichtete Nicoline Aue, Fachgruppenleiterin Handel und Logistik. So beispielsweise zum Dualen System: Die Ausbildung für Fachkräfte im Einzelhandel erfolgt im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Eine Infotafel mit Betrieben, die ausbilden, war für die Besucher eine große Hilfe.

An der Berufsfachschule Wirtschaft Bürodienstleistung erwerben Insolventen im ersten Jahr der Hauptschulabschluss, mit dem man sich für das zweite Jahr qualifiziert. „Wir legen großen Wert auf Praxis. Die Grundkenntnisse des Gelernten werden stets umgesetzt“, erläuterte Klassenlehrerin Silke Greinert.

„Mir bringt der Unterricht hier viel“, sagte Nora Herbort. Sie strebt den Beruf der tiermedizinischen Fachangestellten an, einen Praktikumsplatz hat sie bereits. „Ich erhalte hier in der Schule einen guten Einblick in die Praxis und denke, das hilft mit bei der Berufswahl“, stellte Liane Sterdner fest. Beide besuchen die Berufsfachschule Wirtschaft im ersten Jahr.

Starkes Interesse herrschte an allen Bereichen der Fachoberschulen (Wirtschaft, Technik, Verwaltung, Rechtspflege und Polizeivollzugsdienst sowie Gesundheit und Soziales). „Viele Besucher hatten Fragen zum Praktikum in Klasse 11“, schilderte Sabine Frank, Fachbereichsleitung Wirtschaft und Verwaltung. Seitens der Schule gebe es dazu Vorschläge, doch bewerben müssten sich die Frauen und Männer selbst, auch das sei Teil der Leistung der Fachoberschulen.

Die Berufsfachschule Ergotherapie ist für viele junge Menschen eine zweite Ausbildung. So auch für die Besucherin Anna Hermann, die sich einen Neustart als Ergotherapeutin gut vorstellen kann. Amy Celine Große arbeitet zurzeit in einer Förderschule und möchte über die Ausbildung als Ergotherapeutin als Reittherapeutin arbeiten. Ein großes Plus für sie: In den BBS muss sie kein Schulgeld zahlen.

Kerstin Schneider, Teamleiterin Sozialassistenz, stellte die Vielfältigkeit der Ausbildung als Sozialassistentin vor. Sie erstreckt sich von der Kinder- bis zur Altenpflege und wird gern zur Orientierung im sozialen Berufsfeld genutzt. „Die Chancen, nach der Ausbildung ein festes Arbeitsverhältnis einzugehen, liegen sehr hoch“, betonte sie.

In allen Schulformen sind noch Plätze frei, Interessenten können sich ab sofort bewerben. Mehr zu allen Schulformen und Berufsbereichen sowie Bewerbungsbogen zum Herunterladen unter www.bbs-muenden.de.

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