Berufsschule in Münden behindertengerecht umgebaut

Erleichterung für Rollstuhlfahrer: Gerd Reddig, Schulleiter der Berufsbildenden Schulen in Hann. Münden, zeigt, wie der neue Lift funktioniert. Foto: Birmes

Hann. Münden. Langsam klappt die Rampe des Rollstuhlliftes auf, ein Knopfdruck genügt, und schon fährt er nach unten.

Dieses Gerät ist eine der Neuerungen, die die Berufsbildenden Schulen Münden (BBS) durch die finanzielle Unterstützung des Landkreises Göttingen anschaffen konnten.

„Durch die gute wirtschaftliche Lage können wir 16,2 Millionen Euro in die Erhaltung und Modernisierung unserer Schulen investieren“, sagt Christel Wemheuer, Erste Kreisrätin im Landkreis Göttingen. Die Schwerpunkte seien dabei Inklusion, Energiesparen und Brandschutz. Rund 220 000 Euro sind im vergangenen Jahr in Umbauten der BBS für körperlich eingeschränkte Schüler geflossen. „Es gab bei den Maßnahmen eine Arbeitsgemeinschaft. Zudem haben zum Beispiel Sehbehinderte ihre Ideen mit eingebracht“, so Wemheuer. Neben dem Rollstuhllift wurden auch Bodenschwellen für blinde Schüler eingelassen, außerdem gibt es nun einen Aufzug mit Automatiktür und eine behindertengerechte Toilette.

„Wir haben im Moment keine Schüler, die auf die Hilfsmittel angewiesen sind. Aber wir stehen im engen Kontakt mit den Förderschulen in der Umgebung“, sagt Gerd Reddig, Schulleiter der BBS. „Wir sind jetzt so aufgestellt, dass wir in allen Bereichen, sei es der kaufmännische oder Holz verarbeitende, jeden ohne Probleme aufnehmen können.“

Das war aber nur der Anfang der Umbauten: Für weitere 195 000 Euro sollen in diesem Jahr energetische Sanierungen, die mit Bundesmitteln unterstützt werden, beginnen. So wird das Flachdach des KFZ-Bereichs saniert und energiesparende LED-Technik installiert. Auch die Außenfassade der Schule soll nach Wemheuer auf lange Sicht nach klimafreundlichen Gesichtspunkten renoviert werden.

Schwierige Firmensuche

Im Moment ist allerdings die Suche nach Fachfirmen problematisch: „Ganz Niedersachsen will jetzt LED-Beleuchtung“, sagt Rüdiger Nebel vom Amt für Gebäudemanagement des Landkreises Göttingen. Dadurch können die Arbeiten nicht, wie geplant, alle in den Ferien stattfinden. „Teilweise wurde uns nur ein Angebot von einer Firma gemacht“. Aktuell wird das in die Jahre gekommene Lehrerzimmer renoviert: „Es soll dort auch eine lebende, also bepflanzte, Wand aufgestellt werden“, sagt Nebel. Diese ist nicht nur dekorativ, sondern soll auch dem Raumklima und Schallschutz dienen.

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