Innenstadt Hann. Münden

Beschwerden von Anliegern wegen Verkehrsverstößen in Hann. Münden: Mehr Kontrollen gefordert

Polizei
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Mehr Kontrollen in der Innenstadt von Hann. Münden gefordert. (Symbolbild)

So funktioniert ein Dialog-Display

Der Fahrzeugverkehr in Hann. Münden war Thema bei der vergangenen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Anwohner beschwerten sich wiederholt, es werden mehr Kontrollen gefordert. Polizei: Innenstadt sei kein Unfallschwerpunkt.

Hann. Münden – Bei einer Kontrolle des Verkehrs in der Altstadt von Hann. Münden hat die Polizei kürzlich allein 19 Verstöße gegen das Verbot der Einfahrt in die Marktstraße festgestellt. Das berichtete Sarah Fischer vom Polizeikommissariat Hann. Münden in der vergangenen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses.

Bei einer gemeinsamen Kontrolle von Ordnungsamt und Polizei waren insgesamt 40 Verkehrsverstöße festgestellt worden . Sarah Fischer betonte im Ausschuss, dass jede Streifenfahrt der Polizei auch den Innenstadtbereich umfasse. „Wir sind permanent dabei“, sagte Fischer mit Blick auf die Häufigkeit der Kontrollen. Beschwerden von Bürgern, beispielsweise über zu schnelles Fahren in der Stadt würde nachgegangen. Die Innenstadt Hann. Mündens sei aber kein Unfallschwerpunkt:

Hann. Münden: Unfälle in der Innenstadt

Unfälle im Innenstadtbereich beschränkten sich in den vergangenen zwei Jahren bis auf einige Ausnahmen auf sogenannte sonstige Unfälle: Dazu zählten Unfälle beim Wenden oder Rückwärtsfahren, so Fischer. Ein weiterer Kontrolltermin in der Innenstadt sei vorgesehen, sagte Britta Spiegler vom Fachdienst Sicherheit und Ordnung der Stadt. Man habe bei einem Rundgang aber auch das eine oder andere Defizit in der Verkehrsbeschilderung festgestellt, etwa Schilder, die versteckt stünden.

Die Stadt sei zudem dabei, Gründe für Ausnahmegenehmigungen, beispielsweise für das Parken in der Innenstadt nochmals zu beleuchten. Nachdem sich Anwohner unter anderem über zu schnelles Fahren in der Beethovenstraße beschwert hätten, habe die Stadt die Verkehrswacht mit ins Boot geholt und erwäge eine Verkehrsmessung vorzunehmen, so Spiegler.

Dr. Atzert (SPD): Appelle oder Schilder allein helfen nicht

Sarah Fischer von der Mündener Polizei schlug vor, Autofahrer mit einem Dialogdisplay auf die Geschwindigkeit hinzuweisen. Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Mündener Stadtrat, Dr. Joachim Atzert, betonte, er halte es für dringend notwendig, dass möglichst viel kontrolliert werde. Appelle oder Schilder allein würden dagegen seiner Meinung nach nicht helfen.

Ein Dialog-Display, auch Geschwindigkeitsanzeigeanlage genannt, zeigt Autofahrern die aktuell gefahrene Geschwindigkeit an. Das Gerät erfasst mit einem Sensor die Geschwindigkeit des Autos und zeigt diese dann auf einem Bildschirm an. Ziel dieser Displays ist es, dem Autofahrer bewusst zu machen, dass dieser zu schnell unterwegs ist. Hersteller verweisen zudem auf eine positive emotionale Wirkung von Botschaften wie „Danke“ bei korrektem Tempo. (Von Thomas Schlenz)

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