Betriebsarzt: Kein Grund zur Sorge - Ärzte im Kreis nicht impfmüde

Sie sagen Ja zur Grippe-Impfung: (von links) Prof. Volker Kliem, Mitarbeiterin Manuela Jensen, Dr. Achim Echtermeyer, Pfleger Klaus Bornschier, Schwester Rita Schulz, Dr. Martin Petzhold, die medizinische Fachangestellte Mirsena Sinanovic und Dr. Jens Küster. Foto: Beck

Hann. Münden. Er wirkt angespannt. Immer wieder sucht Dr. Achim Echtermeyer, Betriebsarzt im Nephrologischen Zentrum Niedersachsen und Krankenhaus Münden, nach den richtigen Worten, um seine Aussagen zu präzisieren.

Dass zahlreiche Ärzte nicht gegen Grippe geimpft sind, das will er so allgemein nicht stehen lassen. Und es ist ihm deutlich anzumerken, wie wichtig ihm das Thema ist.

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Das Gesundheitsamt Region Kassel sagte unserer Zeitung vor gut einer Woche, dass bei medizinischem Personal eine Impfmüdigkeit vorherrsche. Und das hat bei vielen Menschen für Unverständnis gesorgt. „Die Sorgen der Bürger sind verständlich. Aber dazu besteht bei unseren Häusern überhaupt kein Grund“, sagt Dr. Echtermeyer in Bezug auf das NZN und das Krankenhaus Hann. Münden.

Ihm sei wichtig zu betonen, dass sich Patienten auf das Krankenhaus-Personal verlassen könnten, „und wir uns unserer Verantwortung bewusst sind“

In den beiden Kliniken seien so gut wie alle Ärzte gegen Grippe geimpft, sagt der Betriebsarzt der Krankenhäuser. „Und das ist essentiell wichtig, um insbesondere immungeschwächte Kranken keinem unnötigen Risiko auszusetzen.“

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Steigert sich die Zahl der Geimpften, würde dies das Risiko einer Grippewelle senken. Und in unseren Breiten seien die Bürger zur Vorbeugung bereit. Das zeige die Erfahrung der vergangenen Jahre. So seien im Kreis auch die Mediziner nicht „impfmüde“.

Dafür gebe es eine interne Vorgabe, erzählt Echtermeyer: „Wir appellieren an alle Mitarbeiter, das zu tun. Jeder, der gesund ist, soll sich impfen lassen.“ So laute die Erwartung der leitenden Ärzte. Dafür müsse hin und wieder Überzeugungsarbeit geleistet werden, denn gesetzlich sei man nicht verpflichtet, sich mit der Nadel pieksen zu lassen.

Grundlegend hofft Dr. Echtermeyer, dass sich aber nicht nur medizinische Angestellte, sondern sich auch so viele andere Menschen wie möglich gegen Influenza impfen lassen. „Menschen tragen Verantwortung für die Personen, mit denen sie in direktem Kontakt stehen. Deshalb ist es wichtig, geimpft zu sein.“

Von Nico Beck 

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