Europäischer Flussbadetag mit ernstem Hintergrund

47 Schwimmer trauen sich beim Big Jump in die Weser

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Auf geht´s: Die Teilnehmer des Big Jump starten vom Weserstein aus, um die neun Kilometer in der Weser bis Vaake zu schwimmen. 

Hann. Münden. 47 Frauen und Männer schwammen am Sonntag in der Weser von Münden bis Vaake. Anlass war der Europäische Flussbadetag Big Jump.

Bei den hochsommerlichen Temperaturen war am Sonntagnachmittag das Schwimmen in der 18 Grad kühlen Weser eine Erfrischung. 47 Frauen und Männer stiegen am Weserstein die Treppe herab, um die neun Kilometer bis Vaake zu schwimmen. Anlässlich des Europäischen Flussbadetag „Big Jump“ lud die Stadt Hann. Münden zum Langstreckenschwimmen ein.

Es ist ein Freizeitangebot mit ernstem Hintergrund. Die Veranstalter wollen damit auf das Problem der Versalzung der Flüsse aufmerksam machen. Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener ging bei der Begrüßung der Teilnehmer auf die Problematik ein.

Die von dem Konzern K+S geplante Pipeline zur Einleitung von Kalilauge in die Oberweser sei für die Anrainergemeinden der Weser, so auch für die Stadt Hann. Münden, nicht akzeptabel, meinte der Bürgermeister. Er dankte den Aktiven der DLRG Ortsgruppe, Polizei Hann. Münden, des Technischen Hilfswerks Hann. Münden sowie den Beamten der Wasserschutzpolizei für die Unterstützung. 

DLRG, THW und Polizei begleiteten in ihren Booten die Schwimmer, um im Notfall eingreifen zu können. Dank sagte Wegener auch dem Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden, dass die Genehmigung für das Schwimmen gegeben hatte.

Die Teilnehmer kommen alljährlich gern zum Big Jump, das machte eine Umfrage deutlich. Sebastian Künnecke (32) aus Hann. Münden meinte, das Schwimmen sei ein gelungenes Ereignis für Jung und Alt.

Für ihn habe die Veranstaltung zwei Aspekte: Zum einen könne er, unbehelligt von Booten und Schiffen, im Fluss schwimmen („das werde ich genießen“), zum anderen sei es ein Zeichen gegen die Versalzung der Flüsse.

„Eine tolle Aktion“, so der Kommentar von Sabine Banaschak. Die 58-Jährige aus Reinhausen war mit ihrem Sohn nach Münden gekommen – auch um den Protest für den Gewässerschutz mit zu unterstützen. Reichlich Erfahrung im Schwimmen in offenen Gewässer hat Traugott Bölke aus Wilhelmshaven. Allerdings nicht im Fluss, sondern im Meer. Seit Jahren sei er Mitorganisator des Leuchtturmschwimmens in Wilhelmshaven, erzählt Böhlke.

Da er am Wochenende bei Freunden in der Region war, schlüpfte er in den Neoprenanzug und absolvierte die neun Kilometer bis Vaake.

Dort erwartete die Teilnehmer Kuchen und Tee. Bei Julia Bytom, Pressesprecherin der Stadt Hann. Münden und Lokale Agenda-Beauftragte, liefen die Fäden zusammen. 

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