Schulung auf dem Gelände der Polizeiakademie

Motorradfahrer gaben beim Fahrsicherheitstrainings Gas 

Geschicklichkeit: Langsames Fahren auf zwei Rädern ist schwieriger als man denkt. Foto:  Siebert

Hann. Münden. „Motorradfahren ist eine eigene Fahrphysik, man muss immer wieder trainieren." Das machte Rolf Tyra von der Polizei Göttingen während eines Fahrsicherheitstrainings an zwei Tagen auf dem Gelände der Polizeiakademie in Hann. Münden mehr als einmal deutlich.

Dieses Training für Motorradfahrer findet jährlich statt und wird von den „Blue Knights Germany 15“ (blaue Ritter) organisiert. Diese Gruppe setzt sich vornehmlich aus Vollzugsbeamten (Polizei, Justiz und Zollfahndung) zusammen. Mitglied kann jeder mit „Festnahmerecht“ werden.

Das Training mit Fahrlehrer Detlef Martin von der Polizeiinspektion Northeim ist offen für alle Motorradfahrer, diesmal waren es 120 Teilnehmer. Das jeweils achtstündige Training umfasste die verschiedenen Disziplinen zur Beherrschung der Maschinen in Theorie und Praxis.

Denn die Motorradsaison hat begonnen und nach der Winterpause ist es jedes Mal wie ein Neuanfang. Die Biker müssen sich wieder mit den Maschinen und ihrem Fahrstil vertraut machen. „Ein ganz wichtiger Punkt ist die Blickphysik“, erklärt Blue-Knights-Pressesprecher Tyra. „Man fährt dahin, wo man blickt“. Dazu gehört auch weit vorausschauend zu fahren, für Autofahrer mitdenken.

Denn allzu oft werden Biker übersehen. Bremsen und gleichzeitig ausweichen war beispielsweise eine Trainingsdisziplin. In heiklen Situationen lieber auch mal in die „Prärie“ lenken als vor ein anderes Fahrzeug. Langsames Fahren war bei einem Parcours mit Wippe und S-Kurven angesagt. Auf dem Wasserübungsplatz stand zusätzlich ein Schnellfahrparcours mit Hindernissen an, beispielsweise landete plötzlich ein Ball vor dem Motorrad.

Nach Darstellung von Rolf Tyra ist ein faires Miteinander selbstverständlich. Ein Rettungsassistent der Berufsfeuerwehr Kassel sorgte für die Auffrischung für Erste Hilfe speziell für Biker, bis die Rettung eintrifft. Das Startgeld betrug 35 Euro. Der Reingewinn kommt dem Haus Struwwelpeter, eine heilpädagogische Einrichtung für Kinder und Jugendliche in Reinhardshagen, zu Gute.

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