Blick hinter die Kulissen beim Tag des offenen Denkmals

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Tag des offenen Denkmals: Bis in den Hof der ehemaligen Firma Eisen-Meurer erstreckt sich der Aktionsbereich der Sydekumstraße.

Hann. Münden. „Gemeinsam Denkmale erhalten" ist das Motto beim „Tag des offenen Denkmals" am Sonntag, 11. September. Hann Münden wartet von 11 bis 17 Uhr mit einem abwechslungsreichen Programm auf.

Nicole Prediger, Leiterin des Bereichs Stadtentwicklung, bezeichnet den Tag als eine Besonderheit, denn nicht nur die Türen zu Gebäuden und Tore zu Höfen werden geöffnet, es gibt zusätzlich ein umfangreiches und ansprechendes Rahmenprogramm.

„Die Objekte sind bekannte, bereits vorgestellte Denkmale, die unter einem neuen Motto gezeigt werden“, erklärt Denkmalpfleger Burkhard Klapp. Jedoch habe sich auch vieles verändert. Kerstin Kreßner, Mitarbeiterin im Bereich Stadtentwicklung, berichtet, dass neun Vereine und Verbände unterstützend mitwirken, darauf sei man seitens der Stadt stolz. Dieses gemeinschaftliche Handeln sei für Münden nicht neu, ein Beispiel sei das Künstlerhaus (9x24) in der Speckstraße.

Im Rathaus ist die Wanderausstellung „In letzter Minute gerettet“ zu sehen. Die Ausstellung zeigt innovative und vorbildliche Rettungsgeschichten von nicht mehr nutzbaren und einsturzgefährdeten Denkmalen aus allen Bundesländern und erzählt von begeisterten und engagierten Denkmalbesitzern.

Hier kann man schauen oder auch mitmachen: Rathaus, Künstlerhaus (Speckstraße 7), Sydekumstraße einschließlich Moschee, Logenhaus Pythagoras (Bremer Schlagd 16), Bürgertreff (Ziegelstraße 56), Mikwe/Kellergewölbe (Hinter der Stadtmauer 23), Museum der Arbeit (kostenlose Turmbesteigung, Radbrunnenstraße 24), Destille (Hinter der Stadtmauer 9 bis 11), Tillyschanze, Heimatstube in der Gimter Schule (Schulstraße 54), Töpfermuseum im Dorfgemeinschaftshaus Oberode (Meinte 23), Perls Brennhütte Oberode (Untere Dorfstraße 16).

Dort können sich die Besucher weiter informieren, an Führungen teilnehmen, sich Filme anschauen, Vorträge anhören, es werden Kaffee und Kuchen angeboten.

Die Anwohner der Sydekumstraße demonstrieren, wie sie ihren Straßenraum erobert haben: Das Aufstellen von Blumenkübeln, Bänken, Tischen und Laternen hat einen gemeinsamen Kommunikations- und Integrationsraum geschaffen.

So bringt man das Wohnen auf die Straße und lässt aus Nachbarn Freunde werden. Die Moschee hat geöffnet. Auf einem Kunsthandwerkermarkt, der sich von der Speckstraße über die Sydekumstraße bis zum Hof „Eisen Meurer“ erstreckt, werden schöne Dinge angeboten.

Die Buchdruckwerkstatt „Fette Typen“ öffnet die Tür, und ein zurzeit in der Restaurierungsphase befindliches Gebäude öffnet die Baustelle.

Eine gute Idee hatte die Stadtführergilde: Die Mitglieder werden anders als sonst einmal an Ort und Stelle stehen und ihre Lieblingsobjekte, die oft bei den Führungen zu kurz kommen, halbstündlich vorstellen. Das sind das Welfenschloss mit seinen Gemächern, die Werrabrücke mit Dielengraben und den Schlagden, der Doktor Eisenbart-Grabstein, die Wasserspuren auf dem Kirch- und dem Szeneplatz und die Rotunde. Die Destille (Hinter der Stadtmauer) hat zusätzlich bereits am Samstag, 10. September, von 11 bis 22 Uhr mit einem musikalischen Abendprogramm unter dem Motto „Indian Summer“ geöffnet und kann am Sonntag von 11 bis 17 Uhr besucht werden.

Es werden die Musterrollentechnik, eine alte Gestaltungstechnik des Malerhandwerks, und Lehmbautechniken demonstriert.

Den Flyer mit der Programmübersicht gibt es auf www.hann.muenden.de - auf der Startseite einfach auf das Logo des Denkmaltages klicken. 

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