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Blindgängersuche in Hann. Münden geht im Januar weiter

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Von: Ekkehard Maass

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Blindgängersuche auf dem Doktorwerder: Mitarbeiter der Kampfmittelräumfirma Tauber überprüfen mit einer Sonde nach einem speziellen Verfahren systematisch das Gelände etwa fünf Meter um einen Verdachtspunkt herum. Sie untersuchen den Boden bis zu einer Tiefe von rund sechs Metern.
Blindgängersuche auf dem Doktorwerder im Juli: Mitarbeiter einer Kampfmittelräumfirma überprüfen mit einer Sonde nach einem speziellen Verfahren systematisch das Gelände etwa fünf Meter um einen Verdachtspunkt herum. Sie untersuchen den Boden bis zu einer Tiefe von rund sechs Metern. © Ekkehard Maass

In Hann. Münden suchen Kampfmittelspezialisten erneut nach Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Es Es gibt mehrere Verdachtspunkte in der Stadt.

Hann. Münden – Die Suche nach möglichen Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg in Hann. Münden geht in der ersten Januarwoche weiter. Am Mittwoch teilte die Stadt mit, dass die Verwaltung eine Fachfirma beauftragt hat, drei weitere Bombenverdachtsorte in der Zeit zwischen dem 2. und 6. Januar zu untersuchen.

Dazu gehören die bereits bekannten Punkte auf einem Bahngelände, das an den Philosophenweg angrenzt, etwa in Höhe des Abzweigs zum Molkenbrunnenweg, sowie eine Stelle an der Straße „Vor der Bahn“. Wie die Stadt jetzt mitteilte, liegt sie stadtauswärts vor der Einfahrt zum Gelände der „Kommunalen Dienste“. Für die Untersuchungen im Bereich „Vor der Bahn“ muss die Straße nach Angaben der Stadt vom 2. Januar bis voraussichtlich 6. Januar zwischen der Bahnhofstraße und dem Werraweg voll gesperrt werden. Aus diesem Grund finden die Arbeiten auch in der Zeit der Weihnachtsferien statt.

Durch den entfallenden Schülerverkehr sei die Beeinträchtigung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) wesentlich geringer. Ein weiterer, bisher nicht bekannter Verdachtspunkt liegt auf dem Gelände der städtischen Stadtentwässerung im Bereich der Kläranlage am Weserpark im Ortsteil Gimte. Auch er wurde der Stadt vom Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen gemeldet. Die Behörde hatte Luftaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Hintergrund sind Arbeiten der Telekom am Glasfasernetz in Hann. Münden.

Blick auf die Verdachtspunkte in der Innenstadt. Der Doktorwerder und die Stelle an der Böttcherstraße sind bereits überprüft.
Blick auf die Verdachtspunkte in der Innenstadt. Der Doktorwerder und die Stelle an der Böttcherstraße sind bereits überprüft. © Quelle: Stadt Hann. Münden/Grafik: HNA

Bereits im Juli dieses Jahres hatte eine Fachfirma einen Verdachtspunkt am Stadtverwaltungsgebäude an der Böttcherstraße sowie drei auf dem Doktorwerder mit Sondierungsbohrungen und speziellen Messungen mittels einer Sonde untersucht, dabei aber keine Hinweise auf Kampfmittel im Boden gefunden. (Ekkehard Maass)

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