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Blumen für eine vielfältige Natur: Blühpatenprojekt des Landvolks startet in die vierte Runde

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Von: Christian Mühlhausen

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Landwirte im Landkreis Göttingen können mithilfe von Spenden zusätzliche Quadratmeter Blühflächen neben ihren Feldern anlegen.
Landwirte im Landkreis Göttingen können mithilfe von Spenden zusätzliche Quadratmeter Blühflächen neben ihren Feldern anlegen. © Christian Mühlhausen

Artenvielfalt ist in aller Munde. Die Landwirtschaft steht in diesem Zusammenhang häufig in der Kritik, will aber nicht nur Teil des Problems, sondern auch Teil der Lösung sein.

Altkreis Münden – Daher soll 2022 zum vierten Mal in Folge das Projekt „Blühpaten – wir machen Göttingen bunter“ des Kreisbauernverbandes Landvolk starten. Mit der Aktion sollen Bürger, Unternehmen, Verbände und Organisationen ermutigt werden, durch einen Beitrag selber einen Teil zur Steigerung der Artenvielfalt beizutragen. „Nahrungsmittel, Futter, Energie, Rohstoffe – oder auch Artenvielfalt. Wir Landwirte können das alles“, sagt Achim Hübner, Geschäftsführer beim Kreisbauernverband Landvolk Göttingen.

Es sei am Ende nicht die Frage, ob es möglich sei, sondern wie es sich rechne und wer es bezahle – schließlich müssten die Landwirtinnen und Landwirte in der Region von ihrer Scholle leben.

Blühpatenschaften: Jeder hat die Möglichkeit aktiv zu werden

Statt mit dem Finger auf die Landwirtschaft zu zeigen, wolle man alle Menschen direkt in die Pflicht nehmen und zur Übernahme von Blühpatenschaften ermuntern, die die Landwirte dann in der Region anlegen. Die erfolgreiche Aktion findet nunmehr im vierten Jahr statt.

2021 haben sich an der Blühpatenaktion 21 größere Firmenspender und 209 Einzelspenden beteiligt, was dazu geführt hat, dass 45 Landwirten der Region 117 zusätzliche Blühstreifen auf den Äckern der Region angelegt haben. „Die meisten Landwirte haben diese Flächen freiwillig noch deutlich vergrößert“, sagt Hübner.

Er macht deutlich: „Wir Landwirte arbeiten jeden Tag in und mit der Natur – die Artenvielfalt mit einer Vielzahl von Aktivitäten zu schützen, ist für uns selbstverständlich.“

Aus diesem Saatgut entstehen Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäuger.
Aus diesem Saatgut entstehen Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäuger. © Christian Mühlhausen

Mit der Aktion wolle man neben der Produktion von Lebensmitteln und regenerativer Energie auch dabei helfen, mehr Biodiversität und Artenschutz in die Kulturlandschaft zu bringen.

Die Landwirte legten mit den Blühstreifen kleine blühende Paradiese für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten sowie Vögel und Kleinsäuger an. Er hofft auch in diesem Jahr auf eine breite Unterstützung: „Jeder Einzelne kann so zu mehr Vielfalt in der Landschaft beitragen.“

Konkret läuft das so, dass Interessierte beispielsweise 50 Euro überweisen, ihre Wunschgemeinde angeben und dann „passende“ Landwirte gefunden werden. Je 20 Cent legen die Landwirte einen Quadratmeter einjährigen Blühstreifen an.

Saatgut ist pollen- und nektarreich

Der Bauernverband organisiert einen Landwirt, der die Anlage einer entsprechenden Blühfläche in der gewünschten Region sicherstellt. Als Saatgutmischung werden nach Angaben des Landvolks bewährte pollen- und nektarreiche Blühpflanzenmischungen verwendet.

Das Landvolk informiert über die Blühflächenentwicklung über die Webseite und die Social-Media-Kanäle des Kreisbauernverbandes. (Christian Mühlhausen)

Weitere Infos auf landvolk-goe.de/wir-machen-goettingen-bunter. Spenden an Sparkasse Göttingen: IBAN: DE35 2605 0001 0056 0673 90 oder VR-Bank Mitte: IBAN: DE83 5226 0385 0200 0057 89). Stichwort „Blühstreifen“ und Wohnort des Spenders.

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